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Lechery: In Fire

Feurige True-Metal-Riffs nach traditioneller Manier
Wertung: 8/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 48:55
Release: 26.08.2011
Label: Metal Heaven

Seit 2004 treibt die Band Lechery hinter Bassist und Sänger Martin Bengtsson (der zuvor aus Arch Enemy ausgestiegen war, um seine eigene Musik zu verwirklichen) ihr Unwesen in schwedischen Heavy-Metal-Gefilden, bis sie vor drei Jahren ihr Debut-Album "Violator" veröffentlichten, das positiven Anklang in der Szene fand. Ende 2010 begab sich der Vierer wieder ins Studio, um mit Produzent Rickard Bengtsson (Arch Enemy, Spiritual Beggars) ihr Zweitwerk aufzunehmen. Mit dem bescheidenen Titel "In Fire" steht das gute Stück nun in den Läden und ist bereit, sich in die Herzen aller Anhänger klassischen Heavy-Metals zu spielen.

Nach einem kurzen melodischen Gitarren-Intro erwarten einen elf Tracks voll stampfendem True-Metal nach traditioneller Manier. Direkt der erste Track "Mechanical Beast" wartet auf mit geballter Kraft, die nur so strotz vor klassischen Heavy-Metal-Riffs mit melodischen Einwürfen. Und genau das ist es, was den Sound auf "In Fire" ausmacht. Unterstützt wird alles von der Stimme Martin Bengtssons, die an manchen Stellen sehr der von Klaus Meine ähnelt. Überhaupt ist der Sound der Scorpions der, der einem Vergleich mit den vier Schweden am ehesten naheliegt (man nehme nur einmal "We All Gonna Rock You Tonight"), und das soll schon etwas heißen.

Das Album bewegt sich zwischen langsamen Liedern, die episch und hymnisch gestaltet sind, so das überragende "Lust For Sin" oder "All The Way", und schnelleren Songs, die schon eher in Richtung Speed Metal gehen, beispielsweise das grandiose "Heart Of A Metal Virgin", der Titeltrack oder "Cross The Line" (mit überraschender Doublebass beim Solo!). Ebenso wird hier Wert auf einen traditionellen Sound gelegt. Keine Keyboards, keine technischen Raffinessen und Gitarren-Wettbewerbe, just True Metal. Die Musik auf "In Fire" ist überwiegend mit einfachen, aber harten Riffs und mitreißenden, teils hymnischen Refrains gespickt, die hin und wieder mit einem schönen Solo geschmückt werden. Manche Songs fallen nicht ganz so gut aus, im Grunde leistet man sich hier aber keine Aussetzer.

Die Produktion fällt dabei relativ gut aus. Der Sound kommt hart und knackig daher, besonders die Bässe kommen gut zur Geltung, ebenso auch die Vocals, lediglich der Kompressor auf den Drums ist mir persönlich etwas zu stark und klingt zu basslastig und steril, fast wie bei Manowars letzter Scheibe "Gods Of War".

Man könnte natürlich sagen, alles schon einmal gehört zu haben und das Album als 08/15-Platte abstempeln. Auf "In Fire" wird auch tatsächlich nichts Neues geboten, aber dafür gut umgesetzt, sodass das Album auch bei der Länge Spaß macht und nicht langweilt. Klar klingen Lechery nicht innovativ und bedienen sich gerne den Klischees (das Cover spricht für sich selbst), doch den klassischen Heavy Metal, den sie bieten, spielen sie gut und Songs wie "Heart Of A Metal Virgin" oder "Mechanical Beast" brennen sich direkt ins Gehör. Daher sei das Album jedem Fan von Hammerfall, Scorpions oder DIO ans Herz gelegt.

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