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Leaves' Eyes: Njord

Düsterer, erwachsener - eine positive Weiterentwicklung
Wertung: 8.5/10
Genre: Symphonic Metal
Spielzeit: 55:56
Release: 28.08.2009
Label: Napalm Records

Ihr zweites Album „Vinland Saga“ war – ein Jahr nach ihrem Debut – zumindest in der zeitlichen Dimension ein Schnellschuss, für dessen Nachfolgerwerk „Njord“ ließen sich Leaves' Eyes jedoch drei Jahre Zeit. Mit Recht, schließlich galt es das qualitativ hochwertige „Vinland Saga“ noch zu übertreffen.

Die Musik der Mannen um Frontfrau Liv Kristine ist düsterer geworden – so jedenfalls ist der erste Eindruck, der sich kurz nach dem Einlegen der CD manifestiert. Dieser Eindruck setzt sich fast durch das komplette Album fest: Die meisten Songs klingen härter und erwachsener als dies bis dato bei Leaves' Eyes der Fall war. Die symphonische Komponente der Band leidet dadurch, wie auch durch die erhöhten Gesangsanteile von Alexander Krull, keineswegs.

Offensichtlich wird dies bereits beim Opener, dem Titeltrack „Njord“: Zwar sind die Keyboards durch ihre vergleichsweise hohe Tonlage immer heraushörbar und -stechend, allerdings ist in den Refrains die Wand aus Bass und Gitarren schwer überhörbar. Diese Wand trägt, zusammen mit der Rhythmusgebung des Schlagzeugs, dazu bei, dass der Song bildlich gesprochen sehr breit wirkt, eine Stimmung, die man mit der Bewegung eines rudernden Wikingerschiffes durch das Meer sehr gut umschreiben kann. Vor allem diese Wirkung ist es, die dem Album den schweren, düsteren Anstrich gibt, welcher so noch nicht bei Leaves' Eyes zu hören war.

Der Track „My Destiny“, zu dem vorab bereits ein Video erschien, legt auf „Njord“ noch einen drauf: Hier wird in der Eingangsphase nach einem kurzen Keyboardintro das tragende Riff von Gitarren und Bass alleine präsentiert – kraftvoll dargeboten wird dies kurz darauf von den wiedereinsetzenden Keyboardstreichern noch gesteigert. Über die musikalisch recht harte, wenngleich nicht ganz so düstere Atmosphäre wie bei „Njord“, legt sich Liv Kristines lieblicher Gesang, der sich allerdings sehr gut darin einpasst.

Doch nicht nur metallschwere Tracks bieten Leaves' Eyes auf ihrem neuen Longplayer, auch das Schreiben von (Halb-)Balladen haben sie nicht verlernt. Einerseits sticht als halbe Ballade der Song „Take The Devil In Me“ heraus: eingeleitet von einem wunderschönen Piano-Thema baut es sich zwar zugegebenermaßen zu einer untypischen Lautstärke auf, aber dank des Charakters der durch die Streicherkeyboards regelrecht leicht wirkenden Strophen zähle ich den Song durchaus noch als Halbballade. Hier zeigt Sängerin Liv ihre gesanglichen Qualitäten für solche Songs; ob jetzt nur mit Keyboardbegleitung oder über verzerrten Gitarren, der Gesang ist perfekt darauf zugeschnitten und vermittelt ohne Probleme die dem Song anhängende Botschaft.

Eine „echte“ Ballade wäre das Lied „Irish Rain“: Instrumental von Akustikgitarre und einem synthetisch generierten Geigensatz dominiert und durch den weiblichen Gesang ergänzt lässt „Irish Rain“ den Hörer quasi in einem Meer aus ruhigen, weichen Klängen treiben.

Liv Kristine und ihren Männern ist mit „Njord“ ein starkes drittes Album gelungen, das während der 55-minütigen Laufzeit kurzweilig bleibt. Die Songs sind durch ihre Grundstimmung und Machart immer dieser CD zuzuordnen, da sie sich eben dadurch von den bisherigen Leaves' Eyes-Machwerken abheben – eine positive Weiterentwicklung.

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