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Leaves' Eyes: Meredead

Die Fahrt auf See geht weiter
Wertung: 9/10
Genre: Gothic-Metal
Spielzeit: 54:43
Release: 22.04.2011
Label: Napalm Records

Die Segel sind gehisst. Nach nur zwei Jahren und der Veröffentlichung des Albums „Njord“ geht es für die norwegisch-deutsche Gothic-Metal-Band wieder auf die Reise. Es gilt wieder, Meere zu bezwingen und um dieses zu schaffen, hievten die Musiker um Liv Kristine und Alexander Krull ganze dreizehn Tracks an Bord.

Mit „Spirit’s Masquerade“ geht es Leaves’ Eyes-typisch los. Kraftvoll und mit Chor beginnt das Stück und schon nach kurzer Zeit treten die Folkelemente klar in den Vordergrund, die dann wiederum durch kraftvolles Schlagzeug abgelöst werden. Erst nach 1 ½ Minuten tritt Liv Kristines klare und zarte Stimme in den Vordergrund. So kennen ihre Fans die Band, der Wiedererkennungswert ist groß und das Schiff hat genug Power abzulegen, um den Hörer in eine andere Welt zu entführen.

Diese andere Welt hat weitaus mehr folkige Einflüsse, die Nutzung fremder, alter Sprachen wird weiter ausgebaut und so schaffen es Leaves’ Eyes, ihren einzigartigen Stand in der doch breit aufgestellten Gothic-Metal-Szene zu festigen. Songs wie „Étaín“ oder „ Kråkevisa“ unterstreichen durch ihre markanten Songstrukturen und die genutzte Sprache dies sehr gut. Um genau das zu bewirken, haben Leaves’ Eyes ihre Mannschaft aufgestockt und so werden sie nicht nur durch das Victor Smolskis Lingua Mortis Orchester unterstützt, auch das Folkgespann Maite Itoiz und John Kelly helfen, die Segel für die Einzigartigkeit zu setzen. Auch Livs Schwester Carmen Elise Espenæs unterstützt und bei der Größe der Crew kann das Schiff nur heil ankommen und doch findet der Hörer heraus, dass dies nicht so einfach ist. An fünfter Stelle auf dem neuen Album wird Mike Oldfields „To France“ gecovert und es wird deutlich, dass die Seeleute eben nicht ankommen. Gefühlvoll und mit einer Vielzahl an alten Instrumenten wird dem alten Song neues Leben eingehaucht, ohne zu modern zu klingen. So darf ein Cover klingen.

Der Titelsong „Meredead“ kommt ebenso bombastisch wie der Einstieg zu Geltung. Auch hier führt ein Chor den Song ein, bis dieser dann durch Gitarre, Schlagzeug abgelöst wird und erst dann tritt Liv auf, die auch hier durch eine weibliche Sängerin unterstützt wird. Im folgenden Song „Sigrlinn“ unterstützen dann Alexander Krulls tiefe Growls den zarten, elfengleichen Gesang seiner Frau Liv. Auch hier erwartet den Hörer ein Mix aus Metal und folkigen Einflüssen. Lieblich beginnend endet der Song im bombastischen Gewitter. Genau so muss es sein.

Das Album „Meredead“ enthält eher weniger Songs, die den Ausweg aus dem Gehörgang nicht mehr finden, wie noch die Songs auf den vorherigen Alben. Hier finden sich vielschichtige Songs, die mit so viel Liebe zum Detail aufgenommen worden sind, dass die Mühe, sie zu finden, eben der Mühe gleicht, die Seeleute immer wieder auf ihr Boot treibt. Der Mix aus Folk, alten Sprachen, zarten Tönen und tiefen Growls macht die Band einzigartig und das ist wichtiger als irgendwelche Ohrwürmer zu produzieren - großartige Arbeit mit viel Liebe zum Detail.

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