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Leaves' Eyes: Legend Land

Eine weitere gute Single ohne Überhit
Wertung: 8/10
Genre: Gothic Metal
Spielzeit: 21:8
Release: 09.06.2006
Label: Napalm Records

Qualitative Konstanz ist so ziemlich das A und O, wenn man als Band dauerhafte Erfolge feiern will. Und hierbei scheinen die Bombast-Metaller von Leaves’ Eyes auf dem richtigen Wege zu sein, denn nach den sehr guten und erfolgreichen Alben “Lovelorn” und “Vinland Sage” (welches bis auf einen beachtlichen 62. Platz in den deutschen Album-Charts kletterte), steht am 09.06.2006 mit der Single “Legend Land” wieder eine tolle Veröffentlichung aus dem Hause Kirstine/Krull in den Startlöchern. Besonders bemerkenswert ist diese Leistung vor allem, weil alle Bandmitglieder neben ihrem Engagement bei Leaves’ Eyes auch anderen Beschäftigungen nachgehen (z.B. das Solo Album “Enter My Religion” und die dazugehörige Tour von Ausnahmesängerin Liv Kristine und den Arbeiten an der neuen Atrocity-Platte). Es ist bekannt, dass schon einige Bands aufgrund einer solchen Anzahl an Projekten zugrunde gingen oder nur noch als Schatten ihrer selbst auftraten. Letzteres ist bei Leaves’ Eyes aber definitiv nicht der Fall.

“Legend Land” ist nicht einfach nur eine “Standard-Post-Album-Single-Veröffentlichung“, bei der den Fans altbekanntes Material in Form von Live-Mitschnitten oder mehr oder weniger guten Remixen, serviert wird, sondern viel viel mehr. “Legend Land” bietet dem geneigten Fan fünf brandneue, bisher unveröffentlichte Songs, welche zwar nicht ganz das unglaubliche Hitpotential der bisherigen Singleauskopplungen “Into Your Light” und “Elegy” besitzen, aber trotzdem als sehr stark zu bewerten sind.

Der Opener und zugleich Titelsong “Legend Land” startet mit gewohnt orchestralen Klängen, bis die von Alexander Krull druckvoll produzierten Gitarren einsetzen, welche dem Song schon zu Beginn viel Power geben, aber auch der schönen Melodie (welche leicht an “Enigma” vom letzten Atrocity Output “Atlantis” erinnert) viel Raum zur Entfaltung lassen. Dann plötzlich wird die Musik leiser und aus dem Hintergrund erklingt langsam der elfengleiche Gesang von Frontfrau Liv Kristine, welche den Hörer in fremde Sphären entführt, bis dann immer wieder die charakteristische und druckvolle Stimme von Alexander Krull einsetzt und den Hörer quasi aus diesen Sphären herauszerrt. Insgesamt ein sehr guter Song, mit schönem Refrain.

Nicht weniger schlecht ist der folgende Song “Skraelings”, bei welchem Livs Ausnahmestimme im Refrain sogar noch etwas klassischer und opernhafter wirkt, als man es sonst von ihr gewohnt ist.

“Viking’s Word” und “The Crossing” erinnern dank des vermehrten Einsatzes von Alexanders Stimme und dem daraus resultierenden Härtegrad etwas an die schnelleren und metallischeren Songs von “Vinland Saga”, während die Band beim 2-minütigen “Lyset” ruhigere Töne in den Vordergrund stellt. Hierbei wird Liv lediglich von Keyboard, Pauken und Akustikgitarren begleitet, welche dem Song einen leicht mittelalterlichen Touch verleihen.

Wie sinnvoll aber die um eine Minute längere “Extended Version” des Titeltracks ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Leider hatte ich mir mehr von dieser Version versprochen, als ein längeres Outro und einen leisen Mittelteil, denn sonst unterscheiden sich die beiden Songs eigentlich überhaupt nicht voneinander.

Fazit: “Legend Land” ist eine weitere gute Single von Leaves’ Eyes und obwohl man auf ihr vielleicht nicht den ultimativen Leaves’ Eyes Überhit findet, ist sie ein tolles Geschenk an die Fans und auch für Neueinsteiger äußerst empfehlenswert. Den Fans sei noch gesagt, dass sie sich unbedingt die blaue Version der Single zulegen sollten, denn alle Exemplare dieser sind von den Mitglieder der Band höchstpersönlich signiert worden.

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