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Leandra: Metamorphine

Der Gesang ist zu schleppend und hat keine wirklich tolle Melodie
Wertung: 5/10
Genre: Wave, Synth
Spielzeit: 55:20
Release: 22.02.2008
Label: Drakkar Records

Glücklicherweise ist Ophelia Dax, alias Leandra, nicht die Sängerin, sondern die Keyboarderin von Jesus On Extacy, denn in diesem Fall würden die Senkrechtstarter nun ohne Sängerin dastehen. Schließlich ist es in letzter Zeit für Sängerinnen scheinbar sehr in Mode gekommen, sich von der Band zu trennen, um auf Solopfaden zu wandeln.

Ohne Trennung tut dies nun auch die besagte Keyboarderin mit ihrem neuen, schlicht „Leandra“ betiteltem, Projekt. Bisher hauptsächlich als erotisches Tasten-Biest bekannt, zeigt sie sich nun zart und zerbrechlich auf ihrem Debüt-Album „Metamorphine“.

Der Opener „Noisy Awareness“ beginnt mit einer extrem an „5 Jahre“ von L’âime Immortelle erinnernden Klavierstimme, entwickelt sich aber ganz anders: Wabernde Synthesizer-Unterlagen mit sehr hohen Frequenzen dienen als Unterlage für den langsamen Gesang. Auf Dauer eintönig werdend, überrascht das Stück gegen Ende noch mit rhythmischem Scratching!

Nach „The Art Of Dreaming“, wofür man den Zeraphine-Sänger Sven Friedrich als Gaststimme gewinnen konnte, der erst vor kurzem sein elektronisches Debüt unter dem Decknamen „Solar Fake“ veröffentlicht hat, folgt der längste Song „Coloured“. Generell anders klingt er nicht, wieder schleppender Gesang mit dumpfen, schleichenden Bässen – ein besonderes Highlight ist jedoch das Schlagzeug: Es klingt erfrischend unsynthetisch, weiß gekonnt Solo-Einlagen einzusetzen und verleiht dem Lied einen bisher ungekannt leichteren sowie schnelleren Beat.

Die nächsten Songs klingen durchweg gleich und sind sehr abwechselungslos, wobei auch das nicht auf Englisch gesungene „Tyberi Folla“ keine Ausnahme macht. Wieder einmal gibt es zäh schleppenden Gesang ohne wirklich überzeugende Melodien mit schwammigen Bässen und einigen minimalistischen Synth-Klängen. „Tyberi Folla“ zeigt allerdings guten Willen durch mehr E-Bass-Feeling, das viel punktierter, als auch treibender gelingt und gut zu dem erneut gelungenen Schlagzeug passt.

Immer weiter in Richtung nicht-synthetischer Instrumente orientiert, kommen bei den letzten Songs „Lullaby“ und „Pi“ sogar E-Gitarren zum Einsatz. Letzterer Song besticht durch eine ausgereifte Piano-Stimme, die am Ende leider von der nicht einmal halb so gut gelungenen Gitarre verdrängt wird.

Zuletzt gibt es dann doch noch eine Piano-Ballade, deren Instrumentalisierung zwar raffiniert ausgeklügelt ist, allerdings nicht annähernd so gut ist wie der Anfang „Pi“s.

Fazit: Mir ist die CD zu zäh – der Gesang ist zu schleppend und hat keine wirklich tolle Melodie, die restlichen Melodien kennt man größtenteils und der Bass ist oftmals zu schwammig und dröhnt übertrieben stark, da helfen dann auch die dazu im Kontrast stehenden Tinnitus-Frequenzen nichts.

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