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Lavatch: Consume/Obey

Eine brutal gute und vielseitige Scheibe
Wertung: 9/10
Genre: Hardcore, Punk, Rock
Spielzeit: 17:17
Release: 02.02.2018
Label: Eigenproduktion

Vier Jahre ist es mittlerweile schon her, dass die Kölner Lavatch mit ihrem dritten Album „Mental Deterioration“ in die The-Pit.de-Redaktion gekracht sind, der recht eigenwillige Mix aus Rock, Punk und Hardcore konnte trotz aller Verwirrung dann doch auch acht Punkte einfahren, so ganz schlau wurde man aus der Mischung aber dann doch nicht. Bereits im Februar diesen Jahres hat die Truppe mit „Consume/Obey“ neues Material in Form einer Fünf-Track-EP auf die hauseigene Bandcamp-Seite gestellt, auch als 12‘‘ Vinyl gibt es das gute Stück noch zu erwerben. Besser spät als nie, denkt man sich da beim erneuten Stolpern über das Lavatch-Lesezeichen, und direkt mal reingehört.

Etwas mehr Melodie haben die Herrschaften sich mittlerweile zugelegt, außerdem mit Andrew einen nicht mehr ganz so neuen Sänger, der nicht mehr in solche tief gestimmten Vocals herumbrüllt wie sein Vorgänger, aber nicht weniger hysterisch daherkommt – das beginnt schon im brachial guten Opener „Idle Your Kills“, der in erster Linie manisches Geschrei und punkig-chaotisches Geschepper beinhaltet und im Refrain zumindest sehr kurzfristig zu einer fast stoner-artigen Gelassenheit findet, bevor Drummer Jannis erneut Öl ins Feuer gießt. Was für ein Einstand! Daran muss sich der Rest der Platte erst mal messen lassen – aber viel besser kann es eigentlich nicht werden.

„Dagger Fight“ kommt da deutlich stampfender daher, zum Teil erinnern die Gitarren beinah schon an Sludge, entsprechend dreckig fällt der Track aus, kann sich aber nicht ganz an den Opener heranpirschen. „Savage Land“ kratzt dann sogar ziemlich tief an der Rock‘n‘Roll-Kruste, da wird schon durch die Gitarren der Grundstein gelegt und auch Andrews wunderbar wütendes Geschrei ändert nichts daran, dass der Song fast tanzbar und damit richtig cool geraten ist.

„The Resurrector“ knallt dann so deftig durch die Boxen, dass man sich vergewissern muss, ob man nicht versehentlich an den Lautstärkeregler gekommen ist – getragen von Schlagzeug und Bass, der auch endlich mal zu seinem Recht kommt, tendiert der Track sogar eher in die rockige Richtung, was sicherlich auch mit an den teils heiser gesungenen Parts liegt, die dem Song erst die richtige Würze geben.

Wenn man sich erst mal den Schweiß von der Stirn gewischt, alle zerschlagenen Möbelstücke eingesammelt und sich über den Gesang im letzten Song „Andre‘s Anthem“ gewundert hat, kann man ein einfaches Fazit unter die aktuelle Lavatch-Scheibe ziehen: ziemlich geil. Die Jungs vermischen Punk, Rock, Metal, Hardcore, Sludge, Stoner und was man sonst noch so alles in dem Bereich findet zu einer absolut nachvollziehbaren und deutlich geordneteren Version, als es noch bei „Mental Deterioration“ der Fall war, was schlichtweg heißt: weniger Kopfschmerzen, mehr Spaß. Den sollte man nutzen und die Jungs auch mit dem Kauf der Vinyl unterstützen – es lohnt sich definitiv!

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