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Laudanum: Drei Nägel Und Zwei Balken

Schrott
Wertung: 1/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 51:23
Release: 22.08.2009
Label: Düsterwald Produktionen

Tja, was kann man über „Drei Nägel Und Zwei Balken“ von Laudanum sagen? Zunächst einmal natürlich, dass schon der Titel überdeutlich macht, gegen wen diese Truppe ihren Hass richtet, und wer so dusselig sein sollte, es trotzdem noch nicht verstanden zu haben, wird wohl in Form des Covers eindeutig aufgeklärt. So weit, so langweilig – gähn, lasst euch mal was Neues einfallen...

Punkt zwei: Beim zweiten Song „Gott Der Götter“ wird eine Passage aus dem Film „Das Omen“ zitiert und als gesprochenes Intro verwendet. Bei „Kriegsherr Satan“ (was für ein alberner Titel) gibt’s dann noch ein weiteres gesprochenes Intro, bestehend aus den Worten „Ich wünsche mir einen Krieg, der schlimmer als die Hölle ist“. Das ist auch schon so ziemlich das Auffälligste an diesem Album, ansonsten herrscht gepflegte Langeweile.

Bestenfalls durchschnittliches Songwriting trifft auf mäßiges technisches und musikalisches Können, hinzu kommt eine unterirdische Produktion, die diese Bezeichnung eigentlich gar nicht mehr verdient. Dünne Schrammelgitarren, unsaubere Leads und ein Drumcomputer (das ist doch eigentlich voll untrue, da müsste der Underground doch im Prinzip gleich wieder jammern und zetern), der sich anhört, als ob jemand mit Stöcken auf einen Kanister einschlägt, und im Timing hin und wieder noch nicht mal immer korrekt programmiert wurde und somit irgendwie durch die Botanik holpert, zu allem Überfluss jedoch stark in den Vordergrund gemischt wurde, sodass das heisere Gekreische noch unverständlicher wird, als es ohnehin schon ist.

Überhaupt der Gesang: Der Frontmann bemüht sich, möglichst böse zu klingen, letztlich wirkt er jedoch nur unfreiwillig komisch, da die Stimme viel zu wenig Kraft und Volumen besitzt. Richtig peinlich wird es im „Outro“, wenn völlig undifferenziertes „Ohoho“-Gegrummel auf offenbar ungestimmte Akustikgitarren trifft. Dennoch ist dieses Stück ironischerweise noch das Einzige, bei dem so etwas wie Atmosphäre aufkommen will, bei allen anderen wird sie schon durch den seelenlosen Drumcomputer und das verquere Songwriting zunichte gemacht. Der letzte Song „Chor Der Toten“ ist sogar dermaßen schlecht performt, dass man sich fragt, ob das überhaupt ernst gemeint sein soll.

Klare Sache: Dieses Album ist ein Schuss in den Ofen. Die Jungs sollten lieber noch ein paar Sessions im Proberaum verbringen, bevor sie noch so ein Machwerk auf die Menschheit loszulassen gedenken. „Drei Nägel Und Zwei Balken“ ist unausgegoren, plätschert vor sich hin und ist, wie erwähnt, grottig produziert. Auf dem völlig überschwemmten Black-Metal-Markt kann man mit so einem Herumgestümper keinen Blumentopf gewinnen.

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