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Lapko: Scandal

Eine positive Überraschung
Wertung: 9/10
Genre: Indierock
Spielzeit: 42:14
Release: 23.02.2007
Label: Fullstream Records

Finnland – Land der tausend Seen, Heimat von Jean Sibelius und der berühmten Versdichtung „Kalevala“. In diesem Land voller Schön- und Sprödheit gedeihen immer wieder auf’s Neue interessante Bands.

Neben Herausragendem wie Finntroll (wild verspielt), The 69 Eyes (düster-unterhaltsam) und Tenhi (majestetisch-künstlerisch) gab und gibt es in den letzten Jahren auch jede Menge überflüssig-banales wie z.B. The Rasmus, Negative oder zu guter Letzt die unsäglichen Lovex.

Mit Lapko betritt eine Band die Bühne, die sich fernab der typisch finnischen Musikklischees namens Metal und/oder Gothic bewegt. Die drei Herren pfeiffen auf HIM, Nightwish und Co...

Ihre Heimat ist der klassiche Indierock, ergänzt durch jede Menge Versatzstücke, die zumeist aus dem Progressivrock, aber auch aus Hard- und Stonerrock stammen. Das Ganze wird nur mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang geleistet.

Tasteninstrumente – glatte Fehlanzeige. Es gibt ein paar nette Einfälle wie z.B der riesige Gong im Opener. Apropos Gesang – die Stimme von Sänger/Gitarrist Malja ist recht facettenreich und so pendelt dieser ausgesprochen angenehm zwischen melancholisch und kraftvoll.

Würde die Band nicht mit schöner Regelmässigkeit Tempo und Rhythmus variieren, wäre eine Einordnung in die Kategorie „Shoegazer“ angesichts der vielen Gitarreneffekte denkbar.

Das Label nennt „Mev“ oder „Coheed and Cambria“ als mögliche Vergleiche. Da ich beide Bands nicht kenne, besteht auch keine Möglichkeit einer Bestätigung. Eine Kategorisierung fällt mir insgesamt sehr schwer. Für mich ist es einfach nur richtig klasse Musik.

Aber Vorsicht, ich, dem progressive und Indieklänge sehr vertraut sind, finde sicher leichter Zugang zu solch aussergewöhnlichen Kompositionen. Allen anderen sei dringend ausgiebiges Reinhören empfohlen.

Mein Fazit: definitiv kein Skandal, sondern eine waschechte Überraschung im positiven Sinne.

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