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Lamb Of God: VII – Sturm Und Drang

Musikalische Weiterentwicklung bei gewohnt hoher Qualität
Wertung: 9/10
Genre: Groove Metal
Spielzeit: 48:12
Release: 24.07.2015
Label: Nuclear Blast Records

Lamb Of God sind eine dieser Bands, bei denen man im Großen und Ganzen eigentlich weiß, was man von einem neuen Album erwarten kann. Zwar haben die Amis seit ihrem Debüt „Burn The Priest“ (damals übrigens noch unter gleich lautendem Namen) durchaus eine gewisse musikalische Evolution durchlaufen und im Laufe der Zeit einige ziemlich kreative Songs geschrieben; von Begriffen wie soft, massentauglich oder kommerziell sind die Outputs des Quintetts dennoch seit jeher meilenweit entfernt. Auf dem neuen, mittlerweile achten Studioalbum gibt es neben den üblichen subtilen Neuerungen dennoch das erste Mal einen Song, bei dem die Band nahezu komplett aus ihrem Korsett ausbricht.

Besagter Song hört auf den Namen „Overlord“ und stellt das absolute Überraschungsmoment des Albums dar, bleibt Frontshouter Randy Blythe bei dieser ungewohnt getragenen Nummer doch fast ausschließlich im Klargesang. Bis auf die Bridge in der Mitte zumindest, ganz ohne können es Lamb Of God irgendwie einfach doch nicht. Das soll allerdings auf keinen Fall abwertend gemeint sein, der Mix aus ruhig-balladesken Elementen mit typischen LOG-Charakteristika ist absolut fesselnd und beweist nach ähnlichen, wenn auch weniger konsequenten Kompositionen auf den vergangenen drei Alben einmal mehr, dass die Formation wesentlich mehr kann als das hart groovende Geknüppel, für das sie vornehmlich bekannt sind.

„Overlord“ ist aber bei Weitem nicht der einzige starke Song des Albums. Schon der Opener „Still Echoes“ reißt in typischer LOG-Manier mit, wobei sich vor allem der Refrain direkt im Ohr festsetzt. Aber auch auf den anderen acht Songs schaffen es die Amis ihre typischen Trademarks gekonnt auszuspielen, gleichzeitig aber auch mit neuen Elementen die Abwechslung hochzuhalten. So gibt es beispielsweise in der Mitte der Nummer „Delusion Pandemic“ eine kleine Moralpredigt von Frontshouter Randy persönlich und bei der Abschlussnummer „Torches“, (bei dem Lamb Of God noch einmal alles aus sich herausholen) einen Gastbeitrag von The Dillinger Escape Plan-Fronter Greg Puciato. Das ist aber natürlich noch lange nicht alles, „VII: Sturm Und Drang“ ist definitiv ein verdammt vielschichtiges Album, auf dem es noch wesentlich mehr zu entdecken gibt.

Textlich handelt die neue Platte, um es mit den Worten des Frontmannes zu sagen, von „Leute[n], die sich in Ausnahmesituationen befinden“. Natürlich hat das auch mit der Inhaftierung Randy Blythes zu tun, wie eben jener in zahlreichen Interviews klargestellt hat, aber auch nur zu einem kleinen Teil – „VII: Sturm Und Drang“ ist mehr und die Gefängnisstory ohnehin mittlerweile mehr als ausgelutscht.

Das achte (oder siebte – je nachdem wie man es sehen will) Studioalbum der Band ist auch ohne das private Drama des Frontmannes ein mehr als gelungenes Werk, das einmal mehr sowohl das Können als auch das die Kreativität der Bandmitglieder unter Beweis stellt, die Vorreiterrolle der fünf Amis untermauert und einen weiteren wichtigen und hochwertigen Schritt in der musikalischen Entwicklung der Band darstellt.

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