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Lamb Of God: The Duke (EP)

Nur zwei neue Songs, die haben es dafür in sich
Wertung: Keine Wertung/10
Genre: Groove Metal
Spielzeit: 22:16
Release: 18.11.2016
Label: Nuclear Blast Records

Ein Jahr nach ihrem letzten Album haben Lamb Of God mit der EP „The Duke“ schon wieder eine frische Veröffentlichung am Start. Mit lediglich zwei neuen Nummern, sowie drei Liveversionen von Tracks des Vorgängers, in guten zwanzig Minuten kommt diese zwar nicht besonders umfangreich daher, die Motivation für die Veröffentlichung findet sich dann aber auch fernab der üblichen Beweggründe und hört auf den Namen „The Duke“ Wayne Ford. Für etwas detaillierterer Informationen zum Namensgeber des Titel Tracks lassen wir am besten kurz Frontmann Randy selbst zu Wort kommen:

„Vor einer Weile habe ich mich mit einem Fan namens Wayne Ford angefreundet, der zum Sterben verurteilt war, da er Leukämie hatte. Ich habe mich oft mit ihm unterhalten und ihn sogar per Videochat ins Studio geholt. Er war seinem bevorstehenden Tod gegenüber sehr gelassen und wir haben wirklich offen darüber gesprochen. Ich habe viel von ihm gelernt.“

Damit ist dann eigentlich auch alles gesagt, Zeit also, sich der musikalischen Komponente der EP zu widmen. Vor allem, da diese auch in Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Amis nicht ganz uninteressant ist. Auf „The Duke“ setzen LOG nämlich den auf „Overlord“ begonnenen, vermehrten Einsatz von Klargesang in bisher nicht da gewesenem Ausmaß fort, was den Sound naturgemäß verändert und zumindest um eine Spur der gewohnten Aggression beraubt.

Komplett muss man aber auch auf „The Duke“ nicht auf den gewohnten Härtegrad verzichten und mit „Culling“ folgt dann auch schon ein richtiger Brecher der sich fett groovend, vor allem durch geschickte Gitarrenarbeit, sowie ein kurzes Drumsolo hervorhebt. Beide Songs besitzen die Qualität sich als zukünftige Hits in die Setlisten der kommenden Touren zu schleichen.

Die drei Liveversionen hingegen stechen nicht besonders hervor. Der Sound ist rau und ein wenig gedämpft, was dem Live-Erlebnis zwar näher kommt, diesen Effekt durch die großflächige Absenz jeglicher Fangeräusche (abgesehen vom Beginn, Interlude und Ende der jeweiligen Nummern) aber auch irgendwo wieder verliert. Musikalisch ist das Ganze zwar astrein, im Gesamtpaket aber dennoch nicht mehr als solide.

Fazit: Ob zwei frische Tracks und drei durchschnittliche Liveversionen die Akquisition der EP rechtfertigen muss jeder selbst entscheiden – zugänglich ist das Material schließlich auch auf diversen anderen Wegen. Zumindest was die neuen Songs angeht kann man der Band aber wie so oft nur Komplimente aussprechen, illustrieren sie doch die stetige musikalische Weiterentwicklung die die Band seit Jahren meistert, ohne ihre eigenen Wurzeln zu verleugnen. Spannend wird sein, ob und bis zu welchem Ausmaß die fünf Amis diesen Weg auch auf zukünftigen Alben fortsetzen.

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