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Lacrimas Profundere: The Grandiose Nowhere

Nicht grandios, aber annehmbar
Wertung: 7/10
Genre: Gothic Rock
Spielzeit: 42:21
Release: 30.04.2010
Label: Napalm Records

Mit dem zweiten Album mit einem neuen Sänger ist die Ära des Alten normalerweise endgültig vorbei – in einigen Fällen bringt dies auch mehr oder weniger direkt einen kleinen bis überwältigenden Stilwechsel der betreffenden Band mit sich. Auch beim Hören der ersten Minuten des Albums „The Grandiose Nowhere“ bekommt man das eindeutige Gefühl, dass die Zeit des Einflusses von Sänger Christopher Schmid bei Lacrimas Profundere unwideruflich abgelaufen ist. Vor allem die Strophen des Openers „Be Mine In Tears“ verbreiten den Eindruck, dass sich die Band von den noch vor allem bittersüß-melodisch dominierten Songs der früheren Alben abgewendet hat und sich im neuen Album nun einem etwas härteren Riffing hingibt, das eben jene melodischen Teile etwas in den Hintergrund drängt.

Dieser Eindruck währt allerdings nicht lange – zwar ist auf „The Grandiose Nowhere“ auch eine gute Portion hartes Riffing dabei, aber die Melancholie kommt definitiv nicht zu kurz. Dabei leidet das Album allerdings ein wenig darunter, dass es keine wirklichen Hammersongs vorzeigen kann. Ihm „Belanglosigkeit“ vorzuwerfen wäre zwar vielleicht zu hart geurteilt, aber Ohrwürmer sucht man mehr oder minder vergebens.

Doch auch wenn nichts über alle Maßen heraussticht – geboten wird dem Hörer auf den 42 Minuten des Albums durchweg qualitativ hochwertiger Gothic Rock mit bittersüßem Anstrich, der auch durch die unterschiedliche Gestaltung der Songs nicht langweilig wird, aber doch in weiten Teilen austauschbar ist. Vor allem wenn man vergangene Alben wie „Ave End“ (2004) und „Filthy Notes For Frozen Hearts“ (2006) im Gedächtnis hat, stellt sich leicht das „schon mal gehört“-Gefühl ein – wobei die auf den Aufnahmen zwar nicht völlig gleich, aber sehr ähnlich klingende Stimme von Sänger Rob Vitacca im Vergleich zu seinem Vorgänger dies in nicht allzu geringem Maße begünstigt.

So bietet zum Beispiel der zweite Track des Albums, „The Letter“, nicht nur einen typischen, melodischen Lacrimas Profundere-Refrain, in dem die Melodik des Gesangs alles andere in den Schatten stellt, die saitengestützte Instrumentierung sich dabei begünstigenderweise in simpler Bedeutungsleere und nur das perkussiv eingesetzte Keyboard eine kurze gegenläufige Melodielinie bildet. Er entspricht in seiner Struktur auch einem von der Band überaus häufig verwendeten Schema, in dem sich der melancholische Refrain mit einer eher einfach gehaltenen Strophe ohne große Tonhöhenunterschiede in der Gesangsmelodie abwechselt.

Dieses Schema taucht stetig wieder auf, selbst bei einem so minimalistisch gestalteten Lied wie „No Matter Where You Shoot Me Down“, in dessen Strophen lediglich auf die Bass-Drum des Schlagzeugs und auf Rob Vitaccas Stimme gesetzt wird und in dessen Refrain nur noch eine spärlich eingesetzte Gitarre hinzukommt, während das Ganze durch einen fast unhörbaren keyboardgenerierten Klangteppich unterlegt wird.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das neue Album von Lacrimas Profundere keine wirklichen Überraschungen bietet. In der weiten Welt des Gothic Rocks ist es eine weitere qualitativ hochwertige Veröffentlichung, die aber nicht wirklich heraussticht, sondern „nur“ ein weiteres Beispiel für den (lediglich in Details) leicht abgewandelten Stil der Band.

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