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Lacrimas Profundere: Filthy Notes For Frozen Hearts

Wertung: 7.5/10
Genre: Gothic Rock
Spielzeit: 47:26
Release: 07.07.2006
Label: Napalm Records

Nicht nur Szene-Kenner wissen, dass im Gothic Rock Sektor ständig gute Alben veröffentlicht werden, aber sie wissen auch, dass es in den letzten Jahren eigentlich keinerlei Innovation und kaum Überraschungen gab. Immer noch hofft man auf den einen großen Paukenschlag, der dieses Genre auf den Kopf stellen wird und es im Sturme erobert. Lacrimas Profundere und ihr mittlerweile fünftes Studioalbum “Filthy Notes For Frozen Hearts” sind leider nicht der erwähnte Paukenschlag. Dennoch haben sie unter populärer Leitung von Produzent John Fryer (HIM, Paradiese Lost, Depeche Mode, NIN, u.a.) ein überzeugendes Album eingespielt, welches aber im Vergleich zum Vorgänger “Ave End” etwas abfällt, denn hierzu fehlt dem Album leider ein absoluter Über-Knaller wie “Amber Girl”, “Ave End” oder dem “Fall, I Will Follow” - Hit “For Bad Times”. Insgesamt wissen viele der neuen Songs aber trotzdem zu gefallen.

Musikalisch halten Lacrimas Profundere an dem fest, was sie genauso erfolgreich auf ihren Vorgängeralben zelebriert haben, nämlich bittersüße Gothic-Melodien, versetzt mit einem satten Gitarreneinschlag und der imposanten Stimme von Sänger Christopher, die klar zu den besten im Genre zu zählen ist und an Größen wie z.B. Andrew Eldritch (The Sisters Of Mercy), Jyrki 69 (The 69 Eyes) oder Alexander Veljanov (Deine Lakaien) erinnert.

Diese Elemente vereinen gleich der Eröffnungssong „My Velvet Little Darkness“ und die folgende Single „Again It‘s Over“, die beide gut nach vorne rocken, aber auch auf eine schaurigschöne Atmosphäre setzen. Weniger rockig, aber mit allerhand Düsterromantik versehen, ist die zauberhafte Ballade „Sad Theme For Marriage“, bei welcher nochmals Christophers geniale Stimme hervorsticht. Zu den Highlights des Albums zählen ebenfalls die beiden, durch ihre feine Elektronik etwas an „Amber Girl“ erinnernden „To Love Her On Knees“ und „Should“, welche voller Energie stecken und hoffentlich den Weg in das Live-Set der Band finden werden, denn hierzu sind sie bestens geeignet. Stark sind auch „Short Glance“, welches im Laufe des Songs immer mehr an Dynamik gewinnt, bis der wirklich gute Refrain vollkommen von treibenden Gitarren dominiert wird, und das sehr eingängige "No Dear Hearts".

Leider können aber nicht alle Songs von „Filthy Notes For Frozen Hearts“ diese Qualität halten und vor allem „Not To Stay“ und „An Irresistible Fault“ wirken in meinen Augen viel zu erzwungen und langatmig. Ich frage mich ernsthaft, warum es der viel stärkere Bonus-Track „Shiver“ nicht auf das eigentliche Album geschafft hat? Dieser Song wäre sicherlich die bessere Entscheidung gewesen und ist sogar mein persönlicher Favorit des gesamten Albums.

Nicht nur aufgrund von „Shiver“ möchte ich euch beim eventuellen Kauf des Albums die Limited Edition ans Herz legen, denn diese enthält auch das schöne Video zu „Again It‘s Over“ und das passende Making Of zur Single.

Fazit: „Filthy Notes For Frozen Hearts“ ist ein gutes, grundsolides Album, welches die Fans der Band blind kaufen können. Ebenfalls sollten Anhänger der 69 Eyes, HIM oder Sentenced auf jeden Fall ein Ohr riskieren. Der ganz große Hammer ist das neue Lacrimas Profundere Album aber nicht.

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