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Lacrimas Profundere: Antiadore

Im Süden nicht viel Neues
Wertung: 7/10
Genre: Gothic Rock / Dark Rock
Spielzeit: 45:53
Release: 24.05.2013
Label: Napalm Records

Es ist ein Jubiläumsalbum. Wenn der Autor hier richtig gezählt hat, dann bringen Lacrimas Profundere mit „Antiadore“ ihr zehntes Full-Length-Studioalbum heraus. Dieses Album fällt auch noch auf ein anderes Jubeljahr, denn die Band gibt es nun seit sage und schreibe zwanzig Jahren.

Als faul kann man die Musiker kaum bezeichnen. Im Schnitt gab es alle zwei Jahre ein Album und dazwischen noch einige Demos, Singles, eine EP und eine Compilation. Die Band hat sich während der langen Zeit natürlich verändert. Die größte personelle Veränderung betrifft aber sicherlich den letzten Sängerwechsel im Jahr 2007. Seitdem steht Rob Vitacca am Mikro und verleiht der Band mit seiner Stimme eine ganz besondere samtene Morbidität. Seit dem letzten Album „The Grandiose Nowhere“ gibt es einen weiteren Besetzungswechsel. Dominik Scholz, ehemals Drummer bei Emergency Gate, haut nun für die Gothic Rocker in die Felle.

Gibt es nun große Veränderungen? Nein. Lacrimas Profundere machen auf „Antiadore“ genau das, was sich für die Band seit Jahren bewährt hat. Es gibt gefühlvollen und düsteren Rock, der mit weit tragenden Gitarrenlinien ausgeschmückt ist. Das Schlagzeug ist meist möglichst unkompliziert gehalten und in den oberen Mid-Tempo-Bereich verirren sich die Bayern auch nur gelegentlich. Die erste Nummer ist etwas zügiger und mit dem Schreigesang in der Mitte auch eine der aufwühlendsten Nummern auf der Scheibe. Danach driftet die Band schnell in deutlich seichtere Gewässer ab. Tempo und Aggression der Lieder fallen konstant, bis man mit „All For Nothing“ schon fast ein radiotaugliches Niveau erreicht hat. Lediglich das als Bridge eingesetzte Gitarrenriff verleiht der Komposition noch eine gewisse Härte.

Danach nimmt die Scheibe aber noch einmal Fahrt auf. „Dead To Me“ bohrt sich direkt ins Gehör und zeigt, dass Lacrimas Profundere auch noch richtig geradlinige und einfach rockende Songs schreiben können. Hier gibt es keine schnulzigen Parts, sondern einfach einen richtig schönen Rocksong ohne Schnörkel und ohne irgendwelche anderen Füller. Das gleiche trifft auch auf das folgende Lied noch zu, bevor sich mit „Still In Need“ die Powerkurve wieder nach unten neigt. Das war es dann auch mit den schnelleren und aggressiveren Songs.

Der Sound der Platte kann sich sehen lassen. Vorproduziert wurde die Scheibe in Finnland bei Hiili Hiilesmaa (u.a. The 69 Eyes) und gemastert hat die Platte kein geringerer als Tue Madsen. Was fehlt sind ein paar neue Impulse. Lacrimas Profundere haben einen eigenen Sound und eine sehr treue Fanbasis. Da könnte man es sich schon leisten, einmal zumindest ein bisschen in anderen Gewässern zu fischen. Der Wiedererkennungswert ist zwar logischerweise sehr hoch, doch man hätte ein wenig davon durchaus für ein paar Experimente opfern können, um dem sehr konstanten Fluss von Veröffentlichungen ein bisschen mehr Tiefe zu verleihen. Fans kommen um die Scheibe nicht herum. Wer auf den Sound der Band steht, der wird auch diese Platte mögen. Wer aber Abwechslung erwartet hat, der sollte sich das Album erst einmal anhören, bevor er zur Kasse schreitet.

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