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Laaz Rockit: Left For Deal

Unterm Strich bleibt „Left For Dead“ ein herausragendes Comeback Album
Wertung: 8.5/10
Genre: Power Thrash Metal
Spielzeit: 49:37
Release: 25.07.2008
Label: Massacre Records

In den letzten fünf bis sieben Jahren haben etliche Thrashfans ein erstaunliches Revival erlebt: Testament bringen nach neun Jahren ein neues Studioalbum heraus, Exodus reformieren sich wieder und erleben gerade ihren zweiten Frühling, Onslaught werden allerorts abgefeiert, Forbidden zerlegen nach jahrelanger Abstinenz europäische Bühnen, auch Heathen, Hirax und Death Angel werkeln wieder munter mit, letztere vor allem mit herausragenden Live-Shows und erst kürzlich haben sich Accu und Devastation reformiert und wollen es noch mal wissen, geschweige denn von den vielen neuen Thrash Bands der Marke Municipal Waste, Warbringer und Konsorten.

Eine Band, die sich ganz früh in den 80ern formierte, waren die Amis Lääz Rockit, die sich eigentlich nach einer Rakete aus einem Clint Eastwood Film benannten ("L"ight "A"nti-tank "W"eapons "S"ystem Rocket [LAWS]), wenn auch ursprünglich anders geschrieben. Leider hielt der Erfolg nur zehn Jahre an, so dass sich die Power Thrasher nach solchen mehr oder minder herausragenden Alben wie „City's Gonna Burn“ (1984), „No Stranger To Danger“ (1985), „Know Your Enemy“ (1987), „Annihilation Principle“(1989) und „Nothing'$ (1991) nach ihrem letzten Live Album „Taste Of Rebellion“ Anfang der 90er wieder auflösten.

Doch vor zwei, drei Jahren hat es dann noch mal in den Fingern von Michael Coons (Gesang), Aaron Jellum (Gitarre), Phil Kettner (Gitarre), Willy Lange (Bass) und Sky Harris (Drums) gejuckt, so dass nun mit „Left For Dead“ das bislang sechste Album – 16 Jahre nach der letzten Studio Scheibe) – der Power Thrasher bei Massacre Records erscheint.

Vor allem Fans der Ende 80er Phase – sprich die Alben „Know Your Enemy“ und „Annihilation Principle“ dürfen sich freuen. Lääz Rockit haben eindeutig nichts verlernt, zeigen sich nach wie vor spielerisch auf hohem Niveau und bieten sowohl aggressive als auch melodische Riffs. Doch nicht nur hier wird viel Abwechslung geboten, denn vor allem Songs wie „Ghost In The Mirror“, das fast schon als progressiv zu bezeichnen ist, beweisen, dass auch nach über 15 Jahren Songwriting Abstinenz das Quintett nicht eingerostet ist, sondern starkes Songmaterial darbieten kann. Erfreulicherweise war dies aber kein Einzelfall, denn mit „Desolate Oasis“ – einer fast 8-minütigen Nummer – hat man einen stilistisch ähnlich strukturierten Song mit auf das Album gepackt.

Natürlich wird zwar zum größten Teil mit dem Knüppel auf den Sack gehauen, was Thrash Granaten wie „Brainwash“, „Erased“, „Turmoil“ und „No Man“ (letzterer ein wenig grooveorientierter) beweisen, so dass Fans hier sicherlich nicht enttäuscht sein werden. Ach ja: Hört euch vor allem mal „My Euphoria“ an, welcher neben dem bereits oben erwähnten „Ghost In The Mirror“ mein Lieblingsstück auf „Left For Dead“ ist.

Nur das über achtminütige „Outro“ ist meines Erachtens etwas fraglich, da zuerst fünf Minuten Solo Gefiedel und danach drei Minuten Akustik Geplänkel (mit noch mal ein wenig Solo Gefiedel) doch etwas aufgesetzt wirken.

Das schmälert aber den Gesamteindruck nicht merklich, denn unterm Strich bleibt „Left For Dead“ ein herausragendes Comeback Album, das eindrucksvoll beweist, dass man mit Lääz Rockit wieder rechnen kann!

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