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L'Âme Immortelle: Dein Herz

Definitiv kein L´Âme Immortelle Song
Wertung: 6.5/10
Genre: Orchestral Gothic Rock/Pop
Spielzeit: 7:45
Release: 26.05.2006
Label: GUN Records Musikproduktions GmbH

Dass der berühmte, amerikanische Poet und Schriftsteller Edgar Allan Poe (1809 – 1849) mehrere Generationen von Menschen mit seinen schaurig-schönen (sowie aber oftmals auch zynischen) Geschichten und Versen bis heute prägte, ist sicherlich nichts Neues. Neu hingegen ist jedoch die fast schon monumental anmutende Aufarbeitung der Poe´schen Werke im Rahmen der Doppel-CD Compilation “Visionen“, auf der sich u.a. solch namhafte Künstler wie Christopher Lee, Iris Berben, Hannelore Elsner, Dietmar Bär, Kai Wiesinger, Jan Josef Liefers, Anna Thalbach, Gudrun Landgrebe, Ulrich Pleitgen und Hannelore Hoger ein Stelldichein geben. Sie verleihen mit der passenden (orchestralen) Musikuntermalung ihren Lieblingsgedichten – mit viel Herzblut und Akribie versehen – ein gutes Stück Leben. Natürlich (wie es sich gehört) ganz im Sinne des Großen E.A. Poe´s.

Zwei jener Zöglinge, die sich auf den Spuren des Altmeisters befinden, sind hierbei die Mitglieder des österreichischen Elektro- und Dark Rock Duos von L´Âme Immortelle (ergo, Sonja Kraushofer und Thomas Rainer). Allerdings stellt der vorliegende Titel “Dein Herz“ KEIN Werk aus der originalen Feder Poe´s dar, sondern ist mehr als eine Art „moderne Hommage“ zu verstehen. Zugleich ist “Dein Herz“ die allererste Fremd- und Auftragsarbeit für die beiden Musiker, da die lyrische Niederschreibung dieser dunkel-mystischen Geschichte in diesem Falle von einem gewissen Marc Sieper stammt (ich bin mir in diesem Punkt nicht ganz sicher, aber ich nehme mal stark an, dass dies einer der Mitinitiatoren des Projektes “Visionen“ ist).

Was nun folgte, war die Arbeit des erfolgreichen Gothic Acts an der musikalischen Umsetzung und Interpretation des bestehenden Textfragmentes. Wobei man auch von dem Vorzug Gebrauch machte, mit einem richtigen Orchester zusammenarbeiten zu können.

Das Ergebnis dieses opulenten Zusammentreffens von Musikern unterschiedlichster Couleur, ist hierbei – vor allem im ersten Moment betrachtet – relativ gewöhnungsbedürftig. Denn selbst für L´Âme Immortelle Verhältnisse wirken die dargebotenen Streicher-Arrangements doch deutlich zu schmierig und für meinen Geschmack etwas zu dominant in den Vordergrund gerückt. Lediglich im Refrain gesellen sich im Hintergrund noch schöne und wummernde Elektrogitarren hinzu, was dem Song doch deutlich Power und Ausdrucksstärke verleiht.

Sonjas helle und klare Stimme ist wie immer ein Genuss. Allerdings merkt man bei den regulären Textstrophen schon, dass viele Worte und Satzbaukonstellationen so nicht aus der Feder von L´Âme Immortelle stammen. Denn dafür ist der intonierte Text viel zu offensichtlich und linear ausgefallen, als dass er gar stilistische Überraschungen oder besonders hervorzuhebende emotionale Momente in sich bergen würde. Lediglich im Refrain bekommt man nochmals rechtzeitig die Kurve, da hier in Sachen Musik erstens richtig Druck gemacht wird und zweitens der stimmliche Einsatz von Thomas (zusammen mit Sonja im Duett) auch zusätzlich neue Akzente und Impulse setzen kann.

Insgesamt ist “Dein Herz“ definitiv kein L´Âme Immortelle Song, da er dafür einfach zu glatt und konstruiert wirkt. Hat man sich aber erst mal ein wenig in die gerade einmal 3 ½ Minuten andauernde Single-Auskopplung von “Visionen“ reingehört, mag sie auch recht ordentlich (wenn auch leider eher kurzweilig) unterhalten. Als Bonus enthält die 2-Track-Single (die auch hier zur Besprechung vorlag) noch einen schön sinister anmutenden Remix von Transporterraum, welcher witzigerweise schon wieder eher an den ursprünglichen Sound von L´Âme Immortelle erinnert. Aber auch eine 5-Track-Single von “Dein Herz“ gibt es käuflich zu erstehen, die neben besagten Tracks noch zusätzlich einen weiteren Remix des Titelsongs beinhaltet. Sowie noch zwei weitere (neue) Songs mit Namen “Alone“ und “The Lake“.

Somit bleibt also auch gespannt abzuwarten, was uns L´Âme Immortelle dieses Jahr noch weiterhin kredenzen werden. Schließlich wird ja schon seit längerer Zeit äußerst fleißig am neuen Album “Auf deinen Schwingen“ gearbeitet...

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