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KYU: STTNNRMLLLFCKDP

Ein kurzer, kleiner Buchstabensalat
Wertung: 7.5/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 33:31
Release: 04.09.2006
Label: Bukkake records

Kyu beehren uns mit ihrem Debüt „Situation Normal All Fucked Up“, oder wie sie es nennen: „STTNNRMLLFCKDP“. Ich muss zugeben, ich habe am Anfang auch ein wenig geguckt, was das für blöde Namen sind, aber schnell wurde klar, was es bedeutet. Aber damit ihr auch alles lest, werde ich das Rätsel erst im Fazit lüften. Ich werde aber schon während des Reviews die Titel beim richtigen Namen nennen, wer sich dran stört, kann ja unten auf die Titelliste schauen.

„New Begin“ heißt der Opener, welcher langsam und behäbig aus den Boxen donnert. Irgendwie mag man im Hause Kyu solche Bands wie Pantera oder Neurothing. Man schafft es zwar nicht, die Aggressivität derart hinzubekommen und schraubt merklich das Tempo runter, aber sonst passt`s schon. Der zweite Song „Bloodlust“ schlägt in die gleiche Kerbe. Harte Gitarren, böse Vocals mit ruhigem Refrain. Das lässt die Nackenmuskulatur zucken.

„Heartbeat“, der dritte Song des Albums beginnt etwas treibender, bevor es wieder in Richtung Chorus geht, wenn man es denn so bezeichnen will. Bastard (Gitarre/Vocals), PG (bass), Rule (Gitarre) und Roy (Drums) zeigen schon einiges an Potenzial, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass uns da noch einiges erwarten wird.

„Slit Your Throat“ bietet uns das gleiche Bild: Groovend, hämmernd werden die Ohren durchgeblasen. Dies ist ein Album, das man sich richtig laut anhören muss, damit es sich maximal entfaltet. Dann folgt „Number No One“: Ein extrem schleppender, fast schon atmosphärischer Song mit ausgeprägten Basslinien und teilweise Flüstergesang.

Danach geht es wieder etwas zünftiger zu: “Raise Fist“! Hier wird für Kyu-Verhältnisse mal Vollgas gegeben. Ja, ich denke, hier werden live einige Fäuste in die Luft geworfen werden, falls man nicht gerade im Moshpit beschäftigt ist.

„Song Of Hate“ heißt dann der siebte Titel des Debütalbums. Gute Ware, wenn auch nicht wirklich als Highlight zu bezeichnen. Der vorletzte Song stellt eine Ansprache an Gott da und heißt demzufolge „Dear God“ und glänzt mit unterschiedlichen Gesangslinien.

Dann beschließt „Up“ das Album mit hohem Tempo, aber auch teilweise relativ chaotisch wirkenden Gitarrenparts. Nun ja, zum Ende hin versucht man dann, die Spielzeitanzeige der Stereoanlage ein wenig zu manipulieren. Nach 3:39 ist der Song zu Ende, aber bei 4:40 kommt noch ein kurzen „Umtah Umtah Ja“ von 8 Sekunden, welches absolut keinen Nährwert hat.

Nun ja, etwas erstaunt schaue ich auf die Uhr, denn die will mir sagen, dass seit Beginn der CD erst 33:31 Minuten vergangen sind. Eigentlich sind dann ja auch nur 32:22 Minuten Musik drauf. Tja, da veröffentlicht so manch andere Band Mini CDs, die längere Spielzeiten haben. Im Zeitalter der CD ist das natürlich sehr wenig. Und das muss man schon ankreiden, denn wäre die Musik schlecht oder gar grausam, dann wäre das ja positiv herauszuheben. Aber dafür sind Kyu dann schon zu gut.

Fazit: Ein gutes Debüt mit viel Potenzial, aber viel zu wenig Musik. Teilweise würde ich mir einen etwas treibenderen Rhythmus wünschen. Durch die teilweise etwas destruktiven (auf das Treibende bezogen) Songstrukturen wirken einzelne Songs sehr sperrig, was aber durchaus auch von der Band beabsichtigt ist. So, und nun wollt ihr wissen, was hinter dem Buchstabensalat steckt? Nun ja, man hat anscheinend einfach nur die Vokale oder Selbstlaute weggelassen. Aber einen Fehler hab ich in den vermeintlich richtigen Songtiteln eingebaut. Wenn ihr Lust habt, sucht ihn und postet ihn ins Forum, wenn ihr könnt mit Antwort. Ja okay, jetzt hat mich die Spielwut auch überwältigt! Geschickte Idee von Kyu, weil man sich automatisch länger mit der CD beschäftigt.

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