Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Kyng: Burn The Serum

Bitte beim nächsten Mal selbstbewusster die Fesseln von Soundgarden & Co. abstreifen
Wertung: 7/10
Genre: Heavy Rock/Hard Rock/Stoner Rock
Spielzeit: 45:39
Release: 18.04.2014
Label: Razor & Tie

„Hey, wir sind Kyng und machen Musik wie noch keiner zuvor“ – gut gebrüllt, L.A.-Löwe, denn genau da kommt das Sonnenschein-Trio her und liefert mit dem zweiten Studioalbum „Burn The Serum“ eine hard’n’heavy rockige Mischung mit Stonerflair aus. Markige Worte kommen da aus dem Bandlager, als wären noch nie alle Akkorde gezockt, alle Riffs schon x-mal verwurstet worden, als hätten noch nie Bands angegeben, das Rad neu zu erfinden. Doch nur die wenigsten sind dann wahre Trendsetter, die meisten sind gute Kopisten, individuelle Schwachmaten oder Messlattenunterspringer.

Nun, ganz so schlimm ist das zweite Album dann doch nicht, doch Kyng sind schon mehr als deutlich weit davon entfernt, etwas Neues zu kreieren, der Szene außer einem guten Album weiteren Input zu kredenzen. Ein paar nette Melodien, ein paar Reminiszenzen, da kommen dann auch Singer/Songwriter/Gitarrist Eddie Veliz, Bassist, Tony Castaneda und Drummer Pepe Clarke Magana nicht dran vorbei. Nun, wollen wir mal die Ansage nicht ganz so auf die Szenepolizeiwaage legen, denn „Burn The Serum“ weiß durchaus Fans zu unterhalten, die oben genannten Musikrichtungen etwas abgewinnen können und so ganz nebenbei ihren Geschmack bei Bands irgendwo zwischen Soundgarden, Black Stone Cherry und Motorjesus geparkt haben.

Bei nicht zu modernem Sound mit schön tief gestimmten Gitarren kommen dann die ersten deutlichen Reminiszenzen bei „Electric Halo“ durch, wirkt der Song doch wie eine bastardierte Mischung aus Soundgarden Anfang der Neunziger und Black Stone Cherry im Refrain, und auch die balladesken Ausflüge gepaart mit einem deutlich progressiveren Ansatz lassen bei „Sewn Shut“ keinen anderen Schluss zu. Und wo wir hier schon die ganze Zeit Vergleiche zu anderen Bands bemühen, so kann man „Sunday Smile“ attestieren, dass er auch aus der Erkelenzer Hitschmiede von Motorjesus stammen könnte.

Ihre großen Stärken lassen Kyng heraushängen, wenn sie nicht nur mit ordentlicher Groovekeule daherschwingen, sondern auch die Temposchraube nach oben drehen. Das starke „In The Land Of The Pigs“ mit der ausgewogenen Mischung aus druckvollem Rockriffing, eingängiger Gesangsarbeit und einigen ruhigen Passagen offenbart eine rotzige Lässigkeit, die dem Trio sehr gut zu Gesicht steht. Das wurde schon bei „The Ode“ deutlich, wo sie bei gesteigertem Tempo deutlich an Eingängigkeit gewinnen und auch druckvoller zu Werke gehen, während bei „Faraway“ oder auch „Self Medicated Man“ zwar immer noch die Gitarren schön tief knarzen, die beiden Nummern aber insgesamt zwar nicht wie ein Fremdkörper, aber unrunder wirken.

Das war bei den ersten Takten des Albums so nicht zu erwarten, denn es ist kaum zu glauben, dass sich nach dem bedächtigen Beginn ein derart fetter, progressiver Breitbeinrocker bei dem Titeltrack „Burn The Serum“ auftut – starker Auftakt, der sogar vom anschließenden, mit herrlich unvermittelten Rhythmuswechseln aufwartenden, auf fetter Groovebasis operierenden „Lost One“ geschlagen wird. Leider haben Kyng mit „Paper Heart Rose“als Rausschmeißer eine absolute akustische Überflüssigkeit ausgesucht, denn mehr Schnarchnasenalarm, der den ordentlich rockenden Eindruck des ganzen Albums nach unten zieht, geht kaum.

Groove, Gesang und Produktion – alles im grünen Bereich, da kann man nur bedingt meckern. Kyng wären gut beraten, einfach selbstbewusster die Fesseln von Soundgarden & Co. abzustreifen und einen eigenständigeren Weg einzuschlagen – den richtigen Pfad haben sie ja schon gewählt.

comments powered by Disqus

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging