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Kyng: Breathe In The Water

Eine solide Platte, auch wenn es an Konstanz mangelt
Wertung: 7/10
Genre: Heavy/Stoner Metal
Spielzeit: 52:19
Release: 07.10.2016
Label: Razor & Tie

Genreschubladen sind bekanntermaßen immer so ein Ding, zu sehr will man eine Band schließlich nicht klassifizieren und wer zu weit geht, tut den Musikern oft Unrecht. Nützlich sind die so oft verteufelten Genres zumindest in Maßen aber doch. Wie sonst ließe sich der Mix aus bluesigem Stoner Rock und Heavy Metal, den Kyng auf ihrem Drittwerk anbieten, kurz und knapp zusammenfassen? Als progressiver Modern Metal mit klassischem Einschlag vielleicht. Oder besser doch nicht, progressiv ist in diesem Falle eine Spur zu hoch gegriffen. Alle Klassifizierungen beiseitegelegt, lässt sich aber zumindest konstatieren, dass Kyng auf „Breathe In The Water“ einen soliden und interessanten Stilmix präsentieren.

Der grundsätzliche Ansatz kann sich dementsprechend durchaus sehen lassen. Vor allem, da es den Amerikanern trotz einer minimalistischen Drei-Mann-Besetzung gelingt, einen verdammt fetten Sound aufzufahren. Wobei besagter Sound zumindest gewöhnungsbedürftig ist. Zu hören gibt es hier nämlich oft was gehört werden „soll“ – so muss beispielsweise die Gitarre fast komplett Platz für ein Bass-Solo machen und auch sonst wird (zu?) viel an den individuellen Lautstärkereglern der Instrumente gedreht - was bisweilen unorganisch rüberkommt und zumindest Teilen der Aufnahme ein Stück ihrer Dynamik raubt. Sound aber ist selbstverständlich auch ein Stück weit Geschmackssache, weshalb sich der Rest dieser Besprechung um die Musik selbst drehen soll.

Diese tönt gerade zu Beginn vielversprechend aus den Boxen. „Pristine Warning“ ist ein interessanter, wenn auch etwas zielloser Opener, auf den mit dem Titeltrack eine geschlossenere und insofern noch etwas stärkere Nummer folgt. Im Anschluss sinkt dann aber leider mit abnehmendem Härtegrad auch die Qualität der Kompositionen. „Follow Blindly“ rollt eher lahm daher und das anschließende „Show Me Your Love“ ist so repetitiv, dass einem der Song schon nach etwas mehr als der Hälfte zum Hals raushängt.

Damit wäre die Problematik des Albums dann im Grunde auch schon auf den Punkt gebracht. Kyng haben zwar gute Riffs, interessante Ideen, gelungene Solopassagen und eingängige Refrains zu bieten, es fehlt aber ein wenig an Konstanz, sodass bei weitem nicht jeder Song überzeugen kann. Dazu kommt ein gewisser Ermüdungseffekt, der zum Großteil auf den grundsoliden, aber eben bisweilen eher eindimensionalen Gesang des Fronters zurückzuführen ist.

Auch die Originalität lässt in Teilen ein wenig zu wünschen übrig. Was man wohlwollend als interessanten Stilmix beschreiben kann, lässt sich unter einem negativeren Blickwinkel auch als Zusammenschustern abgekupferter Passagen beschreiben - zumindest in Ansätzen, das Rad nicht komplett neu erfunden zu haben, lässt sich der Gruppe schließlich auch schwer vorwerfen.

All das macht „Breathe In The Water“ aber noch nicht zu einem schlechten Album. Der Drittling der Banddiskographie bietet, wie eingangs erwähnt, immer noch in großen Teilen einen interessanten Genre-Mix, in dem ein Blues-gesprenkelter Stoner Rock auf klassischen NWBHM-Sound trifft. Der fette Sound und diverse gelungene Solopassagen tun ihr übriges und so geht die Platte letzten Endes doch allemal gut ins Ohr.

Vor allem, da das Trio bisweilen auch immer wieder mit rundum gelungenen Kompositionen der Marke „The Dead“ oder „Hide From You“ überzeugen kann. Für mehr als eine leicht überdurchschnittliche Wertung reicht es in diesem Fall dennoch nicht. Zu offensichtlich sind die Baustellen, an denen das Trio in Zukunft noch etwas feilen sollte – das Potential dafür stellen sie in ihren starken Momenten allemal unter Beweis.

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