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Kuolemanlaakso: Tulijoutsen

Viele Ideen bleiben im Raum stehen
Wertung: 5,5/10
Genre: Doom Metal
Spielzeit: 57:02
Release: 25.02.2014
Label: Svart Records

Es ist nicht die Tiefe, nicht die Emotionalität und auch nicht das Gespür für Gänsehaut, das den neuen Kuolemanlaakso berechtigterweise in jede Kerbe schlagen lassen könnte, die seinerzeit britische Vorläufer wie My Dying Bride oder Anathema groß machten. Und auch in Sachen Vielschichtigkeit ist der episch gehaltene Doom der finnischen Truppe nicht so präsentabel gestaltet wie so manches Werk, das in den 90ern von der Insel stammte. Überhaupt ist das neue Album eher eine überraschende Kehrtwende hin zu mehr Epik und zähen Songstrukturen, was angesichts der vorab veröffentlichten EP "Musta Aurinko Nousee" dann doch erstaunlich ist, verfolgte die Band hier doch noch deutlich rabiatere Töne. Doch leider können die Nordeuropäer diesen Überraschungseffekt kaum zu ihren Gunsten nutzen; das Material ist oftmals zu steif, der Ansatz von Melodik nicht wirklich begeisterungsfähig, und auch die Performance hinkt so manchem klar definierten Vorbild ein ganzes Stück hinterher. Was also könnte "Tulijoutsen" am Ende doch noch aus dem Dilemma befreien?

Vielleicht ist es ja die Nähe zu Amorphis, deren folkige Einflüsse Kuolemanlaakso vor allem in den ruhigeren Passagen der neuen Scheibe nicht verleugnen können. In einem Song wie "Glastonburynletho" beispielsweise sucht man bewusst den Kontakt mit den akustischen Nummern der Landsmänner, versagt aber größtenteils an der Kreation einer berauschend-besinnlichen Atmosphäre sowie die Höhepunkt-ausgerichteten Songwriting-Konstellationen. Dort, wo der Tiefgang greifbar hätte sein können, geht den Mannen die kreative Puste aus, was angesichts der handwerklichen Souveränität, mit der die Finnen ihr Album gestalten, doch recht schade ist. Doch auch in den vermehrt im Doom angesiedelten Epen der ersten Albumhälfte fehlt es an einer gewissen Substanz, die wenigstens das übliche Mitwippen im Nackenbereich fördern könnte. "Verihaaksi" und "Musta" sind die sinnbildlichen Exemplare guter, aber eben nicht restveredelter, vollendeter Ansätze. Und auch wenn in "Aanuvalkea" und "Arpeni" angedeutet wird, dass die rabiatere Gangart immer noch in den Klängen von Kuolemanlaakso verwurzelt ist, vermisst man einfach jene Momente, in denen ein leichtes Zeichen von Euphorie sich auch nur andeuten könnte.

Es ist schlussendlich zu zäh, zu träge, was die Nordmänner auf ihrem aktuellen Output anbieten können. Viele Ideen bleiben im Raum stehen, während der eminent wichtige sphärische Part den einzelnen Kompositionen oftmals den Dienst versagt. Dass "Tulijoutsen" dann auch noch mit den zwei langweiligsten Tracks abschließt, ist eigentlich nur noch nebensächlich. Daher fragt sich auch, woher der oben angeführte Vergleich zu den britischen Kulttruppen überhaupt so oft bemüht wird, denn von deren Eleganz und Klasse sind Kuolemanlaakso momentan ebenso weit entfernt wie von der kompositorischen Extraklasse des Amorphis-Clans.

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