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Krypteria: All Beauty Must Die

Mit ihrem bisher ausgefeiltesten Album starten Krypteria durch
Wertung: 9.5/10
Genre: Gothic Metal
Spielzeit: 62:20
Release: 22.04.2011
Label: Liberatio Music

Die Aachener Band meldet sich nach dem 2009 erschienenen Album „My Fatal Kiss“ zurück. Krypteria veröffentlichen mit „All Beauty Must Die“ ihr viertes Album und wollen zeigen, dass sie bei den vielen existierenden Female-Fronted-Metal-Bands ganz vorne mitspielen. In nur sechs Jahren ist nun das vierte Album entstanden, da kommt schon der Gedanke auf, dass es langweilig werden könnte. Ein Blick auf die Trackliste und die drei dazugehörigen Bonustracks weisen aber schon darauf hin, dass es an Ideen nicht mangelt.

Sehr kraftvoll und mit einer gehörigen Spur Aggressivität geht es dann auch direkt los. „Messiah“ ist kraftvoll, metallisch und zeigt die Richtung der vier Bandmitglieder auf. Es wird härter. Der Aufruf, sich nicht zu überschätzen, wird durch Ji-In Chos kraftvolle Stimme bestens vertont. So darf es dann auch bitte weiter gehen. Der Track reißt mit und lässt einen nicht mehr los. Der innere Wunsch direkt auf „Repeat“ zu drücken ist beinahe größer, als das Album weiter zu hören. Es geht bei „As I Slowly Bleed“ etwas gemäßigter weiter, doch auch hier ist Ji-Ins Stimme bombastisch und die Klänge ausgefeilt. Besser kann Dramatik nicht transportiert werden.

„Thanks For Nothing“ ist auch wieder der Beweis, dass Krypteria nun einen härteren Gang einlegen. In diesem Song steht die Abrechnung an vorderster Front. Ein Gefühl oder ein Erlebnis, welches wohl jeder schon einmal durchmachen musste. Man fällt auf jemanden rein, der sich als das Beste ausgibt. Derjenige denkt, er sei der tollste Mensch auf Erden und ist in der Lage, andere zu manipulieren. Hier ist der Hinweis für denjenigen, mal in den Spiegel zu schauen, um zu erkennen, dass dem nicht so ist, fantastisch musikalisch hinterlegt. Der Song ist mit der härteste auf dem neu erschienen Album.

Interessant wird es bei dem Stück „Victoria“. Nach dem zarten Intro durch Ji-In, kommt eine rauchige weibliche Stimme zum Vorschein und der Hörer erkennt direkt Doro in jener. Dieses Zusammenspiel dieser beider Powerfrauen klingt nach einem Sieg auf ganzer Linie. Auch hier ist die Gefahr der übermäßigen Abnutzung der „Repeat“-Taste sehr hoch. Grandiose Melodie, die einem nicht mehr aus dem Kopf geht und ein Gefühl der Größe in einem hinterlässt.

Krypteria vereinen auf Nummer vier alles, was sie ausmacht und was sie zu bieten haben. Die Frontsängerin ist nicht nur eine begnadete Sängerin, sie ist auch ausgebildete Pianistin, welches sie beim letzten Stück „The Eye Collector“ eindrucksvoll zeigt. Das Stück ist nicht nur durch seine Länge auffallend, oder durch das gesangliche Zusammenspiel aller Bandmitglieder, sondern auch durch die Hintergrundgeschichte. Das Stück behandelt den gleichnamigen Thriller von Sebastian Fitzek („Der Augensammler“). So wird auch wieder eine gehörige Portion Horror mit reingebracht und das alles entwickelt sich im Laufe der elf Minuten zu einer hochdramatischen Atmosphäre. So könnte das Album aufhören und würde schon eine hohe Punktzahl einsacken. Nun lassen es die Aachener aber nicht gut sein. Sie präsentieren nun eine neue Version ihres Hits „Liberatio“ und zeigen damit die Größe des Songs, der schon damals großes Lob einheimste. Das Album verlässt den Hörer dann mit dem Song „Come Hell Or High Water“, einem Ohrwurm mit Chören der Sonderklasse.

Krypteria überzeugen mit dem vierten Album einmal mehr, dass sie eine der ganz großen Bands in ihrem Sektor sind. Die nun verkündete Zusammenarbeit mit dem Fußballverein Borussia Dortmund, der sie für seine Meisterhymne auserkoren hat, bestätigt einmal mehr, dass sie mit ihrer Musik ganze Stadien füllen können. Ihr größter Auftritt vor vielleicht mehr als 400 000 Zuschauern steht ihnen nun bevor.

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