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Kromlek: Finis Terrae

Eine Gratwanderung zwischen Pagan und Electro
Wertung: 7/10
Genre: Pagan Metal /Electro
Spielzeit: 67:42
Release: 08.04.2011
Label: Trollzorn Records/ SMP

Nach vier Jahren ist es endlich wieder so weit: ein neues Album aus den Federn der Kromlek-Kampftruppe wird in die Menge geworfen, um heillose Zerstörung anzurichten, denn mit „Finis Terrae“ öffnen sie erneut die Tore zu Chaos und Apokalypse. Der stark Synthesizer-gefärbte Pagan Metal der bayrischen Truppe strotzt dabei vor Kraft und begeistert durch das ein oder andere virtuose Gitarrenspiel. Aber auch von den einen oder anderen Ungereimtheiten bleibt dieses Album nicht verschont.

Die absolute Macht auf „Finis Terrae“ sind die Drums vom gerade mal 19-jährigen Schlagzeuger SgrA. Durchgängig kraftvoll und enorm mitreißend trommelt er sich wie ein mächtiger Donner durch das gesamte Album. Gleich dahinter lauern schon die Gitarristen, die nicht nur eine schöne Untermalung beisteuern, oft verlieren sie sich auch in kniffligen wie virtuosen Soli, wodurch sie das Chaos in kontrollierten Schüben zum Besten geben. Sehr gute Beispiele dafür sind „Mantikor“ und „Bastion“. Die Vocals von mr alphavarg vermitteln auf diesem Album aber die meiste Pagan Stimmung, denn ihr Stil ist nicht nur typisch für dieses Genre - das raue Keifen klingt auch noch gekonnt und überzeugt auf dem ganzen Album durch seinen zornigen Ausdruck. Was dagegen gar nicht so rau und kämpferisch anmutet, ist die schillernde Fülle an Sprachen, in denen die Texte verfasst sein sollen. Nicht nur Deutsch und Englisch, sondern auch Schwedisch, Sanskrit, Latein und Arabisch sollen zu diesem Album Zugang gefunden haben. Allerdings merkt man davon als Hörer eher wenig.

Dafür gibt es aber noch ein paar bekannte Gastsänger zu hören, die schon eher auffallen. Neben Joris und Mark von Heidevolk kommt auch Gitarrist und Keyboarder René Berthiaume von Equilibrium zu Wort. Er hat nicht nur die Produktion des gesamten Albums übernommen, sondern testet in „Metropolitan Roots“ auch sein gesangliches Talent.

Gewöhnungsbedürftig bei diesem Album ist jedoch der überschwängliche Einsatz an Synthesizern. Teils zwar hintergründig, aber nie ganz vergessen, bilden sie einen festen Bestandteil der Musik von Kromlek, um immer mal wieder mit voller Macht zuzuschlagen. Der Einsatz von Synths ist im Pagan Metal zwar keine Seltenheit, Kromlek überspannen den Bogen aber teilweise deutlich und verzerren den rauen Grundgedanken des Albums dadurch oft zu einem elektronischen Logiktrip. Songs wie „The Cocoon“ oder „Finis Terrae“ sind so dermaßen überladen, dass sie das Pagan-Gefühl verlieren lassen. Vielmehr findet man sich in einem verwirrenden Electronic Metal wieder, der zwar zu Kromlek, aber nicht ganz zum Paganismus passen will. Den herben Unterschied wird man feststellen, wenn man diese Ausschweifungen mit Liedern wie „Angrliódh“ vergleicht, bei denen die Synthesizer nicht versuchen, über sich hinaus zu wachsen.

Zudem ist „Angrliódh“ neben „Moriturus Immortalis“ eines der wenigen Lieder, das eine gewisse Inspiration und Individualität in seiner Melodie erkennen lässt, denn auf „Finis Terrae“ gibt es einfach zu viele melodische Abfolgen, die in Kombination mit den hohen und schnellen E-Gitarren genauso gut aus einem beliebigen Children Of Bodom-Lied entnommen sein könnten. Dies führt dazu, dass die CD passagenweise ein wenig abgedroschen klingt.

Alles in allem bekommt man aber ein kraftvolles und zorniges Pagan-Album, was durch mitreißende Songs wie „Manjushri Aus Mir“ und „Moritvrvs immortalis“ durchaus nicht nur fürs Wohnzimmer gedacht ist, sondern sich auch prima für Live-Einlagen eignet. Mit den auffälligen Synthesizern muss man sich aber zunächst vertraut machen, da sie auf Anhieb nicht jedermanns Geschmack treffen wird – wenn überhaupt. Die Produktion von Foradh zusammen mit René Berthiaume wird aber durch die Equilibrium-Farbe von „Finis Terrae“ dennoch deutlich und eignet sich dadurch auch für Fans dieser Band – wenn auch nur in Teilen.

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