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Krokus: Long Stick Goes Boom – Live From Da House Of Rust

Schöne Überbrückung bis zur nächsten Tour
Wertung: ohne Wertung/10
Genre: Heavy Rock/ Hard Rock
Spielzeit: 70:25
Release: 21.03.2014
Label: Sony Music

Krokus live? Ja sicher, die Schweizer Eidgenossen mit dem AC Tattoo-Rhythmus lassen sich demnächst doch auf dem zweiten Teil ihrer „Dirty Dynamite“-Tour blicken. Was? Den Stoff gibt es jetzt auch schon live? Kann die CD denn was, wenn sie nur gut 70 Minuten beinhaltet? Hätte das nicht ein Doppelpack sein müssen? Haben die Hard’n’Boogie’n’Rocker nicht schon vierzig Jahre und unzählige Alben auf dem Buckel?

Die Zusammenstellung auf vorliegendem Best-Of-Live-Programm ist allererste Sahne, lässt aber natürlich noch immer Platz für den einen oder anderen individuell gewünschten Smasher, so ist das nun einmal bei „Compilations“. Doch hier geht es nicht nur um die größtmögliche Authentizität, sondern auch um die Live-Street-Credibility, und die ist enorm, auch wenn mit Sicherheit alle Tracks durch die Studioregler gejagt wurde und auch das Fanjubeln gleich bleibend hoch ohne irgendwelche Spitzen oder Senkungen daherkommt.

Abgebildet wird also die frühe und die aktuelle Krokus-Phase, und es ist schon erstaunlich, wie gut alles zusammenpasst. „Go Baby Go“ mit seinem latenten ZZ Top-meets-Down-Under-Feeling, natürlich der fett einsteigende Klassiker „Long Stick Goes Boom“, der schon anno 1986 auf der „Alive And Screamin’“ für pure Gänsehautmagie sorgte, das sehr schön mit Hey-Rufen gefütterte und harmonisch daherstampfende „American Woman“ oder aber das mit reichlich Reggae aufgefüllte „Tokyo Nights“ mit der Deep Purple-Reminiszenz – passt schon. Gut, dass Marc Storace schon vorher fragt, ob wir alle auch Spaß haben.

„Sreaming In The Night“ und „Bedside Radio“ sind der hart rockende Beweis dafür, dass die beiden Songs auch nach den ganzen Jahren genauso auf die ewige Krokus-Setlist gehören wie zuvor schon „Long Stick…“. Schade ist lediglich, dass das mächtig goovende, auf der „Dirty Dynamite“ zu findende, basslastige „Better Than Sex“ (da noch als Anspieltipp) im Medley einfach zu kurz kommt. „Hellraiser“ treibt dann lieber „Down Over“ als under. Das für die Eishockey-WM 2010 geschriebene „Live For The Action“ kann dann leider nicht so ganz das Niveau halten, das abschließende „Hoodoo Woman“ hat dafür aber einfach wieder nur alles, was Krokus in die Waagschale schmeißen können.

Den Partycharakter einer Krokus-Show transportiert „Long Stick Goes Boom - Live From Da House Of Rust“ richtig ansprechend, und wer nicht vorher schon Lust auf die Tour bekommen hat, der dürfte jetzt nach den Blutdruckpillen greifen, um so nicht unbeherrscht loszuschreien, weil es halt noch ein paar Tage dauert. Natürlich darf man geteilter Meinung sein, ob denn eine quasi Live-Best-Of wirklich Not tut, Fans der Truppe aber dürfen sich auf siebzig Minuten Eidgenossen-Magie freuen.

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