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Kristendom: Awakening the Chaos

So sehr im Mittelmaß angesiedelt, dass es weh tut.
Wertung: 5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 41:13
Release: 23.06.2006
Label: Thundering Records

Kristendom? Hmm, nie gehört. Der Albumname „Awakening The Chaos“ und die Stilbeschreibung „Extreme Melodic Death Metal“ klingen aber schon mal ganz vielversprechend. Zumal das Label große Stücke auf die Band zu halten scheint, da es das Album sogar mit einer Bonus DVD veröffentlicht. Darauf wird es neben einem Liveauftritt auch Impressionen aus dem Studio und Videoclips zu sehen geben. Eine runde Sache also, aber wie sieht es mit der Musik aus?!

Das Intro ist nichts weiter als bedrohliches Grollen, was einfach, aber effektiv ist. Der erste Song „Existence“ erinnert mich von den Vocals her an alte Kataklysm. Jedoch geht die Band anders zu Werke und nicht so konfus-genial wie besagte Kanadier zu „Temple Of Knowledge“-Zeiten. Leider ist der Song zu kurz, um wirklich interessant zu sein. Ehe man sich versieht, zeigt der Player schon Track Nummer 3 „Failure“ an, der im Mittelteil einen coolen Groove hat. Der wird durch den guten, druckvollen Gitarrensound noch unterstützt. Wirklich cool wird es dann bei „Le souffle animal“, das von der französischen Band bzw. von Frontmann Sinclair in der Heimatsprache gesungen wird. Das fällt zwar eigentlich nur auf, wenn man darauf achtet, aber nett ist es allemal. Darüber hinaus passen die spärlich eingesetzten Keyboards gut in den Song hinein und kaschieren die handzahmen Riffs.

Und das ist auch das Hauptproblem dieser Platte, denn mit zunehmender Spieldauer versinkt sie immer mehr im Mittelmaß. Ich finde es bedenklich, wenn das beste Stück der Platte ein atmosphärisches Zwischenstück wie „Death Is Near“ ist, was bezeichnend für den Rest des Songmaterials ist. Ausgenommen sei hier "W.A.R.", was einen sehr starken Aufbau hat und durch ein schönes Keyboard und einen Spoken Word Part glänzt. Ansonsten stagniert die Band auf keinem allzu hohen Niveau. Hier und da lässt ein Break aufhorchen oder eine starke Gesangslinie, aber im Großen und Ganzen gibt es hier nichts Neues zu hören. Und ehe man sich versieht, ist die Platte durchgelaufen und man fragt sich, was das jetzt war. Oder vielleicht besser: Ob da was war?

Instrumental sind die Jungs aus dem Vizeweltmeisterland hörbar fit an ihren Instrumenten und der Sänger könnte zwar ein paar Variationen in seinen Stil einbauen, aber schlecht ist er nicht. Leider fehlt Kristendom (noch) das Talent, wirkliche Death Metal-Ohrwürmer zu schreiben, weswegen „Awakening the Chaos“ wie eine zahnlose Version eines At The Gates Albums wirkt. Mit etwas Mut zum Experiment könnte die Band ihr zweifellos vorhandenes Potential nutzen, was sicherlich wichtig für die französische Szene wäre, die ja nicht allzu viele große (Death) Metal Acts aufweisen kann. In dieser Form sind Kristendom nur eine weitere, belanglose Band, die in der grauen Masse des Melodic Death Metal Bewegung versinkt.

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