Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Krieg: The Isolationist

Schwarzmetall aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten
Wertung: 6/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 55:18
Release: 26.10.2010
Label: Candlelight Records

Die amerikanische Black Metal-Band Krieg bringt mit „The Isolationist“ ihr sechstes Studioalbum auf den Markt. Vier lange Jahre ließ das Projekt damit auf sich warten.  Mastermind Imperial gab zu der langen Pause bekannt, dass er seine Hörer nicht mit zuviel Output zumüllen möchte. Qualität statt Quantität. „The Isolationist“ soll eine Reflektion auf das Leben des Frontmannes darstellen. Dieser verspricht eine knappe Stunde puren nihilistischen Black Metal.

In der US-Black Metalszene sind Krieg keine Unbekannten. Das 2006er Album „Blue Miasma“ wurde vom Terror-Magazin als eine der wichtigsten Veröffentlichungen im amerikanischen Black Metal bezeichnet.

Das Album wurde in den Volume Studios in Chicago unter der Leitung von Sanford Parker aufgenommen. Der Produzent hat unter anderem schon mit Nachtmystium, Pelican und Yakuza gearbeitet. Auf „The Isolationist“ wirken Musiker aus den unterschiedlichsten Bands mit. Gitarrist Joseph van Fossen schwingt normalerweise bei Noctuary die Axt, Bassist Wrest spielt bei Leviathan und Drummer Chris Grigg trommelt für Woe. Bei letztgenannten singt Vocalist Imperial auch. Der Shouter scheint allgemein ein Workaholic zu sein. Neben Krieg und Woe agiert er noch in diversen anderen Bands, zum Beispiel N.I.L., The Atlas Moth und March Into The Sea. Schätzungsweise fließt aus all diesen Bands etwas in das Songwriting bei Krieg ein, denn die stilistische Vielfalt ist recht groß, zumindest was den Bereich Black Metal betrifft.

Nach einem etwas irritierenden Intro aus gesprochenen Textpassagen und Syntiesounds legt „ No Future“ wie eine rasende Wildsau los. Der größtenteils im Uptempo-Bereich gehaltene Titel treibt gut an, die im Background arrangierten Keyboards sind allerdings etwas störend. Sänger Imperial wartet aber mit einer echten Reibeisenstimme auf und gibt den ausschlaggebenden Kick. Die Vocals klingen wie eine Vollbremsung mit verschlissenen Bremsen. Es reibt und poltert und kratzt. Für diese Art von Musik ist das ein Segen.

„Photographs From An Asylum“ führt das Album weiter, direkt zum nächsten Uptempo-Kracher. Auch hier werden wieder nach allen Regeln der Kunst Trommelfelle und Gitarrensaiten malträtiert.

Titel Nummer drei, „All Paths To God“, glänzt mit einem irren Gitarrenspiel und einem ziemlich coolen Mittelpart.

Und so finden sich auf „The Isolationist“ viele kleinere Experimente, die aufhorchen lassen, aber nie den Kontext zerstören. Weit im Vordergrund steht aber immer roher, brutaler und geradliniger Black Metal. Es gibt auf der CD praktisch keinen Song, von dem man sagen könnte, dass er der beste wäre. Allerdings gibt es auch keinen echten Tiefpunkt. Prinzipiell wird der interessierte Hörer eh das komplette Album durchhören.

Zu empfehlen ist der Rundling für alle Jünger des Old School Black Metal, die kleine Experimente vertragen. Melodie- und Arrangementfreaks sollten aber lieber die Finger davon lassen.

comments powered by Disqus

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging