Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Kreator: Outcast

Klassiker im Doppelpack rereleased
Wertung: 8.5/10
Genre: Dark Thrash Metal
Spielzeit: 47:22
Release: 24.11.2006
Label: GUN Records Musikproduktions GmbH

Kommen wir nun zu dem zweiten Teil der Kreator 2-in-One Veröffentlichung: „Outcast“.Diese Scheibe wurde 2 Jahre nach der „Cause For Conflict“ veröffentlicht. Nachdem man bei der Vorgängerscheibe mehr auf`s Gaspedal gedrückt hatte, wird es hier wieder etwas langsamer.

„Leave This World Behind“ stampft langsam, aber durch Milles deutlich besseren Gesang fast schon erhaben durch die Lautsprechermembranen. Man hört sehr schnell, dass Frank Gosdzik nicht mehr dabei ist. Aber stattdessen ist nun ein nicht minder guter, halt mit einem etwas anderen Stil gesegneter Klampfer dabei: Tommy Vetterli.

Das geniale „Phobia“ brennt sich schnell in die Gehirnwindungen und lässt keine Frage über die Qualität der Veröffentlichung offen. Eine Hymne, die auch heute noch bei keinem Kreator Konzert fehlen sollte. „Forever“ ist mir etwas zu langsam und in meinen Augen unausgereift. Sorry, das können Kreator deutlich besser.

„Black Sunrise“ beginnt mit flüsterartigem Gesang und erhabenen Guitarlines, bis zwischendurch verzerrte Vocalschreie die bedrückende Ruhe zerreissen. Hier wird der Thrash Metal verlassen und ganz tief im Dark Metal gefischt, aber gekonnt.

Bei „Nonconformist“ wird die Thrash-Fahne wieder in den Wind gehängt. Ein schöner, treibender, wenn auch leider mit etwas reduzierter Power dargebotener Song. Hier fehlt ein wenig die Aggressivität. „Enemy Unseen“ ist wieder eine der stärkeren Nummern von Kreator. Eigentlich ist es schon ein wenig seltsam. Während auf „Cause For Conflict“ ein permanentes Qualitätsniveau weitestgehend eingehalten wurde, geht es hier doch eher im Achterbahntakt durch die Scheibe.

Dann wird es Zeit für den Titelsong „Outcast“. Absolut nicht Kreator typisch, aber genial gemacht. Langsam durch den Raum kriechend, nach Erlösung schreiend und mit einer Intensität, die man nur selten dargeboten bekommt.

„Stronger Than Before“ finde ich nicht ganz so gelungen, für mich lebt der Song fast nur durch Mille Petrozza`s Vocallines. Auch „Ruin Of Life“ bewegt sich im zügigeren Midtempobereich. Nichts wirklich Aufregendes, denn da leg ich mir lieber ´ne zünftige Sodom CD ein.

„Whatever It May Take“, „Alive Again“ und „Against The Rest“ fallen leider auch schwächer aus. Schade, auch wenn Tommy Vetterli (Gitarre) und Jürgen Reil (Drums) ihre Sache eigentlich gut meistern, würde ich dieses Album gerne mal in der Besetzung des Vorgängeralbums hören.

Aber zum Glück geht die letzte Richtung dieser Achterbahnfahrt dann wieder Richtung 7. Himmel. „A Better Tomorrow“ ist eine tolle Hymne geworden und somit ein grandioser Abschluss eines leider etwas durchwachsenen Albums.

Fazit: 6 Topsongs der höchsten Kategorie, aber auch 7 Songs, die eher den unteren Durchschnitt füttern. Aufgrund der herausragenden Klasse von „Phobia“, „A Better Tomorrow“, „Outcast“ und „Black Sunrise“ kann ich aber dennoch 8,5 Punkte geben, denn diese Songs sollten eigentlich in keiner Metalsammlung fehlen. Schön ist aber auch zu sehen, dass Kreator aus Fehlern gelernt haben und nun ohne Selbstbetrug wahre 47:22 Minuten auf den Silberling gepresst haben. Ist zwar für eine CD nicht wirklich viel, aber damals war dies ein Schritt in die richtige Richtung.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna