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Kreator: Cause For Conflict

Wie lang ist die Scheibe denn nun?
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 43:1
Release: 24.11.2006
Label: GUN Records Musikproduktions GmbH

Kommen wir nun zum nächsten 2-in-One-Bundle aus dem Hause GUN Records. Kreator beehren uns mit „Cause for Conflict“ (1995) und „Outcast“ (1997). Ich beschäftige mich heute erstmal mit dem älteren 1995er Output der deutschen Thrash Metal Helden. Dieses Album erschien nach dem für Kreator-Verhältnisse eher ruhigen Album „Renewal“. Die Band zeigt ganz klar, dass niemand damit rechnen sollte, dass sie ausgepowert sind, denn man besinnt sich wieder auf die alten Stärken.

„Prevail“ wird mit Joe Cangelosi`s Drums und Christian Giesler`s Bass eingeleitet, bevor dann das Gaspedal durchgetreten wird. Der Sound ist selbst für die heutige Zeit in Ordnung. Mille Petrozza schleudert seine Aggressivität mit jedem Wort aus sich heraus. „Catholic Despot“ ist eine gnadenlose Abrechnung mit der Kirche und allem, was damit zusammenhängt.

Es fällt eine große Nähe zu Slayer aus der damaligen Zeit auf. Zwar erreichten Kreator meiner Meinung nach nicht ganz das Niveau der Mörder (Slayer), aber es reichte dennoch aus, hiermit die Vormachtsstellung in unserem deutschen Ländle zu beanspruchen. „Progressive Proletarians“ brettert im gleichen Stile durch die Bude, bevor bei „Crisis Of Disorder“ das Tempo ein wenig reduziert wird, was der Nackenmuskulatur eine kleine Chance zur Regenerierung gibt.

Während sich das folgende „Hate Inside Your Head“ auch noch etwas zurückhält, donnert „Bomb Threat“ erstmal wieder gehörig auf der linken Spur der Autobahn davon. Dies hält aber nicht sehr lange an und man wechselt sich mit etwas langsameren Passagen ab. Der Eindruck täuscht nicht, Kreator haben sich damals weiterentwickelt und variieren mehr das Tempo. „Men Without God“ schlägt in die gleiche Kerbe.

„Lost“ wurde dann wieder etwas langsamer gestaltet, wobei die Gitarrenarbeit von Frank Gosdzik (ex-Sodom) und Mille Petrozza hier ausdrücklich gelobt werden muss. Auf der ganzen Platte hat man permanent den Eindruck, dass beide fast schon Zwillinge sein könnten.

„Dogmatic“ ist ein 1:27-minütiges Geschoss. Dass da keine langsamen Parts zu erwarten sind, ist schon beim Blick auf die Länge des Songs eigentlich klar. „Sculpture Of Regret“ und „Celestial Deliverance“ bestätigen den guten Eindruck der Scheibe.

Seltsamerweise kommt danach „Isolation“. Warum seltsam … na, auf den Digipaks der damaligen Zeit gab es den Bonustrack „State Oppression“. Ich denke, man hätte hier diesen zusätzlichen Kaufanreiz ruhig auch mit draufpacken sollen. Schon allein deshalb, weil die Spieldauer der Scheibe zwar für die 80er und frühen 90er normal ist, aber insgesamt gesehen doch eher dürftig erscheint, aber zu dem Thema kommen wir gleich noch mal.

„Isolation“ ist sehr experimentell gehalten. Trotzdem, oder gerade deshalb ist dieser Song eines der Highlights der Scheibe. Nach 4:14 Minuten ist der Song zu Ende. Mit der Leichtigkeit des NICHTS läuft der Player aber bis 8:40, bevor seltsame Klangexperimente eingeläutet werden, welche neben Drums im Hintergrund und Gitarrengeschrabbel einige gequälte Tierstimmen enthalten. Dies wird dann bis zum endgültigen Ende nach 11:55 durchgezogen. Ich würde diesen … nennen wir es mal „Abspann“ eher als groben Unfug bezeichnen!

Warum so was gemacht wird? Nun ja, offiziell hat die Scheibe nun 47:27 Minuten zu bieten. Wenn man nun mal die von mir veranschlagte Zeit nimmt, bleiben nur noch karge 39:46 über, was schon im Zeitalter des Vinyls sehr wenig war. Aber selbst wenn man den Abspann hinzurechnet, kommt man nur auf eine reine Spielzeit von 43:01.

Fazit: Eine der besseren Kreator Scheiben, welche aber nicht an die Highlights wie „Extreme Aggression“ oder „Pleasure To Kill“ heranreicht. Eigentlich sollte es für die Spielzeittäuschung eine Abwertung geben, aber da es sich hier um ein altes Album handelt und es im Bundle ja auch zu einem recht niedrigen Preis angeboten wird, spare ich mir dies für die nächste Band auf, die ihre Fans in die Irre führen will.

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