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Kneipenterroristen: Prost

Feiern bis zum Umfallen
Wertung: 8/10
Genre: Deutschrock / Heavy Metal
Spielzeit: 15:22
Release: 27.12.2013
Label: Rude Records

Vor dem nun bald anstehenden Album haben die Kneipenterroristen noch eine MCD für die Fans parat. Alternativ gibt es die EP auch als Download. Vier Titel sind auf der Scheibe: Neben zwei Livesongs, die übrigens beim Jubiläumskonzert in der Hamburger Markthalle aufgenommen wurden, gibt es einen speziellen Song zum 15-jährigen Bandjubiläum und natürlich den Titelsong „Prost“.

Mit diesem beginnt auch der Reigen und die Hamburger zeigen, dass sie nach wie vor so erdig sind wie eh und je. Die Kneipenterroristen sind momentan die einzige erfolgreichere Band aus dem ganzen Genre, der man ein bodenständiges, ehrliches Verhältnis zu sich und der Welt abkauft. Rotzig, frech, gern mal unter der Gürtellinie, so kennt und liebt man die Jungs aus der Hafenmetropole. Mit ihrem letzten Langspieler haben sie sich sehr von ihren Idolen losgesagt und endgültig eigene Pfade beschritten, aber ganz ohne die jetzt ja wieder reaktivierten Brüder kommen sie dann doch nicht aus – zumindest auf dieser EP. Aber eines nach dem anderen.

Die Titelnummer ist, wie der Name schon andeutet, ein unverhohlener Partykracher: „Prost!“ ist ein Song, der nichts anderes will, als die nächste Sauforgie anzuleiern. Scheiß auf Moral, Gesundheit, Ethik und sämtliche andere „gesellschaftliche Standards“. Heute wird einer gehoben, und zwar für Erwachsene. Wer mit so plakativen und natürlich auch oberflächlichen Songtexten nicht klarkommt, der war nie ein Kneipenterroristen-Fan, ist keiner und wird auch nie einer werden, Punktum. Für die Anhängerschar von freiem, unbeschwertem Straßenrock dürfte der Titel hingegen genau die richtige Gangart haben. Ein griffiges Riff, ein sauberer Beat und ein eingängiger Text, das sind nach wie vor die goldenen Regeln für einen guten Krautrock-Song. Allerdings halten sich die Hamburger nicht ganz daran. Man merkt (wie auf der letzten Platte schon sehr deutlich), dass die Hansestädter auch gern in anderen Gewässern fischen. Einen Hauch AC/DC kann man ja fast allen Bands unterstellen, aber die Kneipenterroristen haben sich ein paar Spielarten der Hard-Rock-Ikonen schon etwas genauer angesehen.

„15 Jahre“ ist eine reine Huldigung an die Onkelz, nicht mehr, nicht weniger. Da lässt sich weder musikalisch noch textlich mehr dazu sagen. Anders sieht es dann bei den Live-Mitschnitten aus: Der erste Song, „Sie kam zu mir am Morgen“, ist schon eine sehr gewagte Abwandlung des Uriah Heep-Klassikers „Lady In Black“. Noch dazu geht er ganz weit unter den Gürtel. Trotzdem beweist die Aufnahme, dass die Markthalle mit großem Enthusiasmus dabei ist, wenn es schlüpfrig wird.

Zum Abschluss gibt es dann noch „Malle schafft sie alle“ in der Live-Version. Bei dieser Dichte kann jede Party-Hits-CD einfach einpacken. Wer ernsthaft feiern will, der braucht diese Scheibe.

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