Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Knaat: Die Lichtung

Spielmann, bring den Tod!
Wertung: 8/10
Genre: Pagan Metal/ Folk Metal
Spielzeit: 34:18
Release: 13.10.2012
Label: Eigenproduktion

Folk– und Pagan Metal sind nicht mehr gehyped. Die Zeiten der großen Begeisterung für sämtliche Genregrößen der Szene ist ziemlich vorbei und vielleicht ist das auch gar nicht schlecht so. Allerdings sind die in erster Linie Leidtragenden nicht die großen Namen, sondern die kleinen Bands, die versuchen, sich eine Existenzgrundlage im Metalschjungel zu erwirtschaften.

Knaat aus München sind eine dieser Bands. Mit „Die Lichtung“ hat die Gruppe ihre erste Platte veröffentlicht. Die Scheibe verdient eine genauere Begutachtung. Live können die Pagan Metaller ja momentan mehr als nur voll überzeugen. Die Auftritte sind gut besucht und die Stimmung während dieser lässt in der Regel auch keinerlei Wünsche offen. Das sind Faktoren, die bei einer CD keinerlei Rollen spielen.

Die Scheibe von Knaat beginnt mit dem obligatorischen Intro, bevor mit „Die Lichtung“ auch schon der Titelsong ansteht. Die Band bleibt sehr genretreu, aber durch den erhöhten Härtegrad, den übrigens alle Lieder auf der CD aufweisen, klingt die erste Nummer auf der Scheibe doch sehr interessant. Die Folkinstrumente, in erster Linie ein Akkordeon, kommen aus der Dose. Das stört nicht weiter, vielleicht wären aber ein bisschen organischere Sounds nicht schlecht gewesen.

Kompositorisch arbeiten sich Knaat durch das ganze Spektrum des Pagan/ Folk Metals. Von Humppa-Nummern á la Korpiklaani geht es hin bis zu räudigen Stücken, die schon eher nach Arkona (mit Männergesang) oder in Auszügen schon nach Primordial (mit anderem Männergesang) klingen. Dabei wechselt oft das Instrument, welches für die Hooklines zuständig ist. Das kann der Gesang, die Gitarre, das Keyboard oder sogar der Bass sein. Vor allem letzteres ist sehr erfreulich, wird dem Dicksaiter doch sonst nur allzu oft ein Schattendasein gegönnt.

Ähnlich vielschichtig wie die Arrangements fallen auch die Stimmungen der Lieder aus. Da gibt es eher düstere und aggressive Stücke wie „Kriegsschrei“ oder „Leidensweg“, aber auch fröhlichere Songs. Vor allem „Schenkentanz“ und „Nordmannen“ zählen zu diesen. „Unter Heiligen Hufen“ klingt sogar schwer nach Amon Amarth.

Knaat zeigen sich auf ihrem Debütalbum sehr wechselfähig, was gleichzeitig Fluch und Segen ist. Fluch, weil man den Eindruck bekommen kann, dass der endgültige Stil noch nicht gefunden ist und Segen, weil gerade dieser Umstand das Interesse auf den Nachfolger weckt und wach hält. Außerdem verleihen die vielen Charakteristika der einzelnen Songs dem Album auch eine gewisse (wenn auch nicht so leicht zu durchschauende) Tiefe.

Pagan-Metal-Fans sollten sich definitiv angesprochen fühlen. Die Münchner erfinden das Rad nicht neu, aber verstecken müssen sie sich vor so manch anderer Band auch nicht. Die Lieder sind gut gemacht, der Sound der Platte ist auch in Ordnung und man erkennt als Hörer sofort die Leidenschaft, die die Musiker in ihr Werk gesteckt haben.

comments powered by Disqus

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17