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Kloq: Move Forward

Wahre Hits sind nicht unbedingt zu finden
Wertung: 7.5/10
Genre: EBM
Spielzeit: 63:22
Release: 27.06.2008
Label: Out Of Line

Kloq – das ist Oz Morsley, der bereits in den Neunzigern mit dem Projekt Empirion einige 7- bzw. 12-Zoll-Platten veröffentlicht hat. Sein neuestes Projekt wurde dann auf den Namen „Kloq“ getauft und auch hier behielt Oz seine Vorliebe für echte, alte Platten bei – bereits 2001 erschien die erste Vinyl „What You Are / Blade“. Auf das nächste Machwerk musste man dann bis zum Jahre 2007 warten, in dem dann der 12-Zoller „Ibiza“ erschien.

Schon 2001 hatte Douglas McCarthy bei „What You Are“ als Gastsänger fungiert und auch auf dem ersten Longplayer des Projektes, „Move Forward“, das nun 2008 endlich erscheint, gibt er sich erneut die Ehre:

Direkt der Opener „You Never Know“ profitiert von der Stimme des Nitzer Ebb-Sängers. Ein tanzbarer Song mit groovenden Synths und starkem Bass, der richtig Lust zum Tanzen macht und mit etwas Glück auch Einzug in die Clubs finden wird, die in der Regel eher keinen EBM, sondern bekanntere Stücke spielen.

Etwas melodischer singt Mr. McCarthy bei „I Never Said“ – manchmal kann man im Background sogar dezenten Frauengesang vernehmen, der zusammen mit der etwas verzerrten Stimme des eigentlichen Gastsängers eine schöne melodische Atmosphäre kreiert.

Zwei Cover-Versionen befinden sich ebenfalls auf dem Album – Track Nummer drei und Nummer Zehn nämlich. Ersterer lautet „Ibiza“ und wurde ursprünglich in den Achtzigern von den Spaniern Amnesia geschrieben. Gekleidet in ein neues EBM-Gewand, geht dieser Song heute an den Start, weiß aber nicht so ganz zu überzeugen, da er etwas eintönig vor sich hindudelt und man keinen Gesang vorfindet.

Bei „Kloq Film 1“ gibt es einen weiteren Gastsänger zu vernehmen – die Sunscream-Sängerin Lucia Holm. Diese verleiht dem atmosphärischen Song, der hauptsächlich von wabernden Flächensounds bestimmt wird und sehr harmonisch und behaglich erscheint, durch ihre verträumte Stimme noch den letzten Feinschliff.

Kloq liefern mit ihrem Debütalbum elf saubere Songs ab, die sich irgendwo zwischen EBM und beinahe schon synthpoppigen Elementen befinden. Wahre Hits sind nicht unbedingt zu finden, die sich ungehindert in jeden Gehörgang fressen, auch wenn die Single-Auskopplung „We’re Just Physical“ schon nahe dran ist – daher würde ich diese CD EBM-Fans problemlos empfehlen können, aber Anfänger sollten sich lieber mit etwas Klassischem aus dem Genre befassen.

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