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Klogr: Black Snow

Noch nicht der große Wurf
Wertung: 6,5/10
Genre: Alternative Rock/ Metal
Spielzeit: 49:45
Release: 07.03.2014
Label: Zetafactory

Auch wenn der Bandname Klogr zumindest allen Mathematikbewanderten aufzeigt, dass sich Bands auch noch Gedanken bei der Namensfindung machen, nistet sich die mathelogimatische Präzision doch nur bedingt ins Kalkül der italienischen Alternative Metaller ein. Zumindest auf der letztjährigen Tour als Support für Prong haben sie immer wieder mehr Applaus einheimsen können, wenn sie das Gaspedal ein wenig durchgetreten haben. Gut, man könnte nun ins Feld werfen, dass es eh immer schwer ist, der Band mit jeder Menge Feedback zu huldigen, wenn man die Songs nicht kennt, doch da tut sich glatt das nächste Problem auf, denn Album Nummer zwei, „Black Snow“, hat ganz sicher seine guten Momente, unterm Strich aber schippern die Herren aus Capri dann doch eher in unspektakulären Buchten des Durchschnitts.

Ambioniert scheinen die Italo-Amerikaner ja zu sein, wenn man sich das Kommen und Gehen im Line-Up näher betrachtet; für die Platte „Black Snow“ aber bedeutet das trotz modern fetter Produktion, dass die Highlights ein wenig zu spärlich gesät sind. Etwas heraus ragt dabei das mit treibenden Drums anfeuernde und mit epischem, leicht süßlichem Refrain ausgestattete „Refuge“, welches sehr schön auch mit fetten Gitarrenriffs auf Kundenfang geht. Und auch das anschließende „Draw Closer“ gehört zu den gewaltigen Alternative-Groovern, welches allerdings immer dann an Schwung verliert, wenn man sich auf eine weitere Riffdosis einstellt, weswegen diese Nummer sehr zwiespältig zu den besseren Tracks des Albums gehört.

Ganz im Gegenteil aber schielen sie mit dem Rausschmeißer „Ambergris“ zu sehr auf das Mainstream-Publikum, kreieren eine Atmosphäre von Sehnsucht und dürften live bei entsprechenden Teeniehorden auch auf Feuerzeugalarm setzen, doch der Nummer fehlt es an emotionalem Tiefgang, denn mehr als einmal beschleicht sich einfach das Gefühl, da wäre mehr drin gewesen. Und genau dieses Gefühl taucht immer wieder auf „Black Snow“ auf. So lassen Kolgr es zu Beginn von „Failing Crowns“ ordentlich krachen, aber trotz des gelungenen Refrains versenken sie das Schiff nicht, wobei durchaus ein paar Wirkungstreffer gelandet werden. Dort reiht sich auch das durchaus gelungene „Life Is Real“ ein. Sänger Rusty klingt teilweise wie eine Adaption aus Alice Cooper und Jon Oliva, der Refrain ist durchweg griffig, und kaum stellt sich das Gefühl ein, jetzt machen sie den Sack zu, da lassen sie dann doch wieder das letzte Quentchen Punch vermissen und gehen mit dem folgenden „Heart Breathing“ erst einmal wieder auf balladesken Kurs – wie gehabt, was sich also wie ein roter Faden durch das ganze Album zieht.

Während für das Radio ganz sicher noch der Pop zu wenig vorhanden ist, während für den Metaller die Gitarren dann noch ein wenig mehr braten dürften, so sitzen die alternativlosen Alternativen gerne auch in Übersee in den US von A, die genau hier auf den italienischen Klogr-Zug aufspringen dürften – für europäische Ohren mit Sicherheit ein wenig zu gesichtslos. Nicht schlecht, nicht prickelnd, nicht Fisch noch Fleisch, also irgendwo dazwischen, was aber auch bedeutet, dass die Truppe in der Masse der Bands zumindest mit „Black Snow“ gut abtauchen kann.

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