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Klabautamann: 7''

Gut durchdacht mit einigen ausgeklügelten Passagen
Wertung: 9/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 12:24
Release: 26.03.2007
Label: Heavy Horses Records

Mit welcher Erwartung würde man an eine Band mit Namen Klabautamann gehen? Würde man sich ernsthaft mit ihnen beschäftigen oder ein müdes Lächeln aufsetzen? Aus dem Black Metal Untergrund entstammt das progressive Projekt der Bonner Stube. Die Wurzeln der Band reichen allerdings schon längst bis ins Jahr ´98 zurück und nun möchte man unter den Fittichen von Heavy Horses Records den Namen durchaus etwas bekannter machen.

Erst im Jahr 2005 veröffentlichte man das erste Album der Band und direkt nach der Neuauflage 2007 machte man sich ans Werk, um mit der neuen Picture -EP abwechslungsreiche und gediegene Stimmung in die verstaubten Plattenspieler der schwarzmetallischen Hörerschaft zu bringen.

Gerade mal zwei Songs, die es auf rund 12 Minuten Spielzeit bringen, sorgen für einen Hauch von verträumter Stimmung, die von Klanggewittern durchbrochen wird. Man wird durch „Negeder Mand“ geradezu eingeladen und durch wispernde Worte in Empfang genommen. Zwei Kontraste werden versucht, unter einen musikalischen Hut zu bringen, oft sind viele daran gescheitert, die Grätsche aus folkigen, jedoch sanften Klängen mit rauem Schwarzmetall zu kombinieren. Die Musik erscheint einem als lebendig, zwar progressiv, aber nicht wirr.

Der Hörerschaft wird zum genauen Zuhören aufgefordert. Die Herausforderung besteht nicht aus komplexen Lyrics, allerdings besteht diese aus dem gekonnten Einsatz des Zwischenspiels aus Bass und Gitarre, während das Schlagzeug arg in den Hintergrund gerät.

Durch die immer wieder unterbrochenen Stimmungslagen wird das Album zu einer Abwechslung für jedes Gehör und seien wir ehrlich: Eine Stagnation möchte man ja nun wirklich nicht in der Szene erleben.

Ein kleines Schmankerl ist übrigens das Artwork der kompletten Scheibe. Eigens für die Band kreierte der fantasievolle Zeichner Jan Buckhard die tanzenden Waldgeister und Hexengestalten, die der Platte einen eigenen Liebhabercharme geben dürften.

Wer sich nun selbst auf eine Hörprobe einlassen möchte, der kann die EP zum Selbstkostenpreis von gerade mal 5 Euro bei Heavy Horses Records ordern und wer nun in Ärgernis ausbricht, da man keinen Vinylspieler besitzt, der bekommt eine CD-R beigelegt.

Fazit: Eine Empfehlung ist die Scheibe ohne Widerworte, wer nun allerdings mehr als nur die erwähnten 12 Minuten braucht, dem sei der Vorgänger „Der Ort“ ans Herz gelegt. Die Musik ist gut durchdacht und besitzt einige ausgeklügelte Passagen, denn nicht umsonst hat man sich so lange Zeit gelassen, um nun diese beiden Songs der Öffentlichkeit zu präsentieren.

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