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Kiuas: Reformation

Ein unglaublich interessantes Album
Wertung: 8/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 43:55
Release: 23.06.2006
Label: Spinefarm Records

Dass Finnland wesentlich mehr zu bieten hat als Eiseskälte und unendlich viele Seen, beweisen die zahlreichen Metalbands dieses Landes. Immer originell und genreprägend, dass sind die Markenzeichen der Musiker aus dem hohen Norden. Kiuas können sich sorglos in die Reihe dieser Bands einordnen, denn was sie mit ihrem zweiten Album “Reformation” zeigen, ist etwas komplett Eigenständiges und Neues. Hier treffen die verschiedensten Metalgenres aufeinander, die man bislang nie in einer solchen Kombination bestaunen konnte. Man nehme als Basis technisch anspruchsvollen Progressive Metal und würzt diesen mit deutlichen Einflüssen aus Melodic / Power Metal, Death Metal und Thrash Metal. Fertig sind Kiuas ! Das die Band mit dieser Mischung einigen Genretraditionalisten vor den Kopf stoßen wird, sollte nicht weiter verwundern, aber besonders für Fans dieser Genres, welche sich schon lange mal etwas Abwechslung wünschen, wird “Reformation” sehr interessant sein.

Was aber selbst die angesprochenen Traditionalisten einsehen müssen, ist das die Songs auf “Reformation” über tolle Refrains und Melodien verfügen. “Race With The Falcons” ist nicht nur der erste Song des Albums, sondern auch der Song, welcher am besten meine vorhergehenden Ergüsse erklärt. Zunächst startet der Song recht spartanisch, lediglich mit einem bissigen Thrash-Riff, doch dies ändert sich sobald die ersten Keyboardteppiche erklingen. Auch auf die Death Metal Parts muss der Hörer nicht lang warten, denn schon zu Beginn donnern genretypische Schlagzeugattacken gnadenlos vor sich hin. Ziemlich überrascht ist man dann von Ilja Jalkanens klassischen Power Metal Vocals und zunächst grübelt man vor sich hin, ob diese Elemente tatsächlich so einfach kombinierbar sind. Doch spätestens beim grandiosen Refrain bekommt man die Bestätigung, dass der Sound von Kiuas funktioniert. Und dies bleibt kein Einzelfall, denn zahlreiche Songs auf “Reformation” (wie z.B. “The New Chapter”, “Of Ancient Wounds” oder “Bleeding Strings”), sind gespickt mit eingängigen Gesangs- und Keyboardmelodien, tollen Riffs und packenden Soli.

Allerdings wartet man von der ersten Minute an auf den totalen Gewaltausbruch der Songs und nach dem kurzen Intermezzo in Form von “Child Of Cimmeria” ist es dann endlich soweit. “Black Winged Goddess” knallt, dank Death Metal Vocals und brettharten Riffs, nur so vor sich hin und ist ein echter Hammer, der zu begeistern weiß. Leider schleichen sich mit “Through The Ice Age“, “Call Of Horns” und “Heart Of The Serpent” auch drei weniger spektakuläre Songs auf das Album ein, welche einfach nicht die hohe Qualität von “Reformation” halten können. Mit dem finalen und epischen Titeltrack, findet “Reformation” aber ein versöhnliches Ende, bei dem Kiuas noch einmal alle Register ihres Könnens ziehen.

Fazit: “Reformation” ist ein unglaublich interessantes Album, welches über einige starke Songs verfügt und selbst die drei schwächelnden Songs können den positiven Gesamteindruck nicht mehr ankratzen. Alle Fans von unkonventionellem Metal sollten Kiuas unbedingt im Auge behalten.

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