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Kitty In A Casket: Kiss & Hell

Schmissige Punkabilly-Nummer
Wertung: 7,5/10
Genre: Punkabilly
Spielzeit: 38:16
Release: 26.02.2016
Label: Rodeostar/SPV

2008 gegründet, spendieren Kitty In A Casket im recht regelmäßigen Zweijahresrhythmus der Musikwelt ein neues Album. Mit „Kiss & Hell“ bringen die Österreicher dementsprechend ihren vierten Streich an den Start, bei dem sie sich auch weiterhin in gewohnter Punkabilly-Manier präsentieren.

Sieht man mal vom letzten Stück „Gone“ ab, welches als Akustiksong recht ruhig ausfällt, sind hier weitere zwölf Titel zu hören, die ausnahmslos sehr flott und melodisch aus den Boxen wirbeln. Geprägt werden die Tracks von eingängigen Hooks, griffigen Gitarrenlinien und natürlich durch die markante Stimme von Sängerin Kitty. Letztere macht nicht nur auf dem Cover eine gute Figur, sondern kann sich auf „Kiss & Hell“ stimmlich gewachsener darstellen. Selbst wenn das Front-Kätzchen gesanglich zumeist eher lieblich und sanft wirkt, gelingt ihr bei „Straight To Hell“ ein herrlich schauriger Gesangspart, der fantastisch mit der etwas gestrafften Gitarrenarbeit funktioniert und dem Titel eine kantige Note überstreift.

Ungewohnt zeigt sich vor allem „Feuer & Eis“, bei welchem die Wiener erstmals deutschsprachig agieren. Tatsächlich hat man sogar das Gefühl, dass sich dies auch musikalisch niederschlägt, wirkt doch der Titel insgesamt etwas ruppiger. Wo sonst ein Melodikfluss seine ständige Bahn zieht, hakelt es bei „Feuer & Eis“ an einigen Stellen und der Song wirkt stellenweise sperriger. Auf das gesamte Album bezogen, kann man dies allerdings nur positiv sehen. Denn egal mit wieviel Punch die Tracks von der Scheibe springen und trotz des ständigen hohen Tempos, auf Dauer wirkt der Silberling doch etwas eintönig. Hier geht die Bewertung der Einzeltitel und des gesamten Albums doch auseinander. Einerseits ist jedes der Lieder gut gemacht und mit einer radiotauglichen Eingängigkeit versehen, andererseits muss man schon wirklich absoluter Szene-Fan sein, um sich nicht irgendwann doch zu langweilen.

Mit der Ballade „Gone“ verschafft man dem Hörer dann doch noch etwas Abwechslung, wenngleich dies eben schon der Rausschmeißer ist.  Trotzdem zählt dieses Akustikstück mit zu den Highlights auf „Kiss & Hell“, zumal es mit seiner Emotionalität durchaus den Hörer schnell erreicht.

Damit kann man auch schon zum Fazit hinübergleiten: Mit „Kiss & Hell“ legen Kitty In A Casket ein solides Album vor, welches ungemein Spaß macht und sicher mit dem angelegten Tempo beim Joggen sehr hilfreich und antreibend sein dürfte. Trotz dessen, dass man hier scheinbar alles richtig gemacht hat, wirkt das Ganze mit der Zeit doch etwas eintönig. Dass man auch ohne die Szene-Grenzen zu durchbrechen, ein Album facettenreicher gestalten kann, haben mittlerweile schon einige ihrer Kollegen bewiesen. Trotzdem bringt „Kiss & Hell“ gute Laune und dies ist immerhin auch schon mal nicht die schlechteste Wirkung.

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