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Kingdragon: Fire In The Sky

Ein kleiner Meilenstein für griechische Verhältnisse
Wertung: 5.5/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 17:40
Release: 10.10.2008
Label: Eigenproduktion

Kingdragon melden sich mit ihrer Debut-EP zu Wort. Dass es sich nicht um die Hersteller von Sportluftfiltern handelt, sollte klar sein, denn sonst würde sich The-Pit.de wohl weniger damit beschäftigen. Die griechische Band hat sich mit Haut und Haar dem AOR verschrieben und lässt so ein wenig 80er Jahre-Flair vom Stapel.

„Fire In The Sky“ beginnt mit deftigen Keyboards und einer typischen Old School Rock-kreischenden Gitarre. Nicht schlecht, der Einstieg. Sänger George Aspiotis zeigt, dass er wirklich keine schlechte Stimme hat. Der Song rockt ganz ordentlich, aber trotzdem fehlen irgendwo die letzten zehn Prozent, um sich hervorzuheben. Das ordentliche Songwriting wird ein wenig vom lustlosen Ausfaden ausgebremst und auch der eigentlich gelungene Refrain kommt irgendwie nicht dynamisch genug heraus.

„Man Of Yesterday“ ist da schon von einem anderen Kaliber. Georges Stimme erhebt sich, um dann von Anastasis Fragopoulos Gitarre genügend Unterstützung zu bekommen. Man rockt schön nach vorn mit einem gewissen arenatauglichen Charme. Schön wird hier einiges an Gefühl mit implementiert.

„Hold On 2 Love“ knallt dann auch etwas rockiger durch die Lautsprechermembranen, das Ganze irgendwie mit einem gewissen groovigen Charme ausgestattet. Schade, dass man die eingeschlagene Richtung der ersten Strophe nicht konsequent durchhält. Dieser straight rockige Def Leppard-Charme, der da kurz aufflackerte, stand der Band wirklich gut zu Gesicht. 

„Lovely Lady“ beginnt etwas balladesker, auch wenn es dann kräftiger weiter geht. Die Keyboards sorgen für nicht immer treffende Untermalung, aber die solide Rhythmustruppe, bestehend aus Byron Tsourapis (Bass) und John Karachalios (Schlagzeug) sorgt für den nötigen Mindestdruck. Leider wird, wie so oft in der Musikrichtung, etwas zu lang auf dem Hauptthema herumgeritten und man wiederholt sich ein wenig zu häufig mit dem Refrain. Mit einem schlechteren Sänger wäre das schon fast nervig, so geht es gerade noch in Ordnung.

Fazit: Ein schönes Stück AOR, welches sicher seinen Charme hat. Insgesamt aber noch ein bisschen zu wenig ausgeprägt, um sich wirklich von der Konkurrenz abzusetzen. Für griechische Verhältnisse dürfte es aber schon ein kleiner Meilenstein sein. Potenzial ist vorhanden, man darf auf die Zukunft des Quartetts gespannt sein.

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