Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Kingdom Of Salvation: Lost In Chaos

Band mit sehr viel Potenzial
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal , Thrash Metal
Spielzeit: 46:28
Release: 02.12.2006
Label: Eigenproduktion

Leverkusen - hm Leverkusen, außer Fußball kommt mir gänzlich wenig Passables in den Sinn. Sogar nach längeren Hirnanstrengungen passiert nicht viel. Selbst wenn man in einer uns allen bekannten Suchmaschine Leverkusen eingibt, kommen neben ein zwei Karten eigentlich nur Fußballbilder.

Doch das soll sich schon bald ändern: Kingdom Of Salvation wollen das mit ihrem eigen produzierten Debut-Album „Lost in Chaos“ gerade biegen. Die im Frühjahr 2003 gegründete Band beweist allen, dass in Sachen Metal in dieser Stadt so einiges geht. Ihre Musik ist eine gelungene Mischung aus Death – und Thrash Metal. Neben einigen üblen Bangerriffs, trifft man auch einige echt melodische Parts. In ihrer eigentlich noch recht frischen Laufbahn, sind sie schon neben einigen der ganz „Großen“ wie Ektomorf, Legion Of The Damned, Wintersun oder Graveworm, aufgetreten.

Ich war positiv überrascht, als ich die Scheibe das erste Mal durch meinen CD-Player brettern ließ. Die Musik der 4 Jungs klingt rau, brutal und wütend. Auf Musik, mit so einer geladenen Energie, bin ich selten gestoßen. Auch wenn man sagen muss, dass man auf Vieles schon mal irgendwie in einer abgewandelten Form gestoßen ist, was dem Hörvergnügen aber kaum schadet.

Besonders gut gefällt mir der sehr raue Gesang von Sänger und Gitarrist Marius Pesch. Wie so oft bei Eigenproduktionen, muss man ein Wehmutstropfen beim Sound hinnehmen. Die Gitarren sind ein wenig schwammig und der Bass geht fast völlig unter. Im Gegenzug dazu scheint die Stimme ganz besonders im Vordergrund abgemischt zu sein.

Schon der Einstiegstitel „The Flames Of Revenge“ lassen den Banger von heute Tränen vor Freude weinen. Zackig, ohne jegliche Schmückung kommt die Musik auf den Punkt und man muss einfach bei der unglaublichen Energie und dem Groove mit dem Kopf nicken. Der raue. aber stimmige Gesang stört keineswegs. Vielmehr untermalt er noch die aggressive Stimmung des Liedes.

Im B-Teil werden mit einer wunderschönen Melodie etwas ruhigere Töne angestimmt, doch das soll nicht lang so bleiben, zum Ende hin wird noch mal gewaltig am Tempo gezogen und als Hörer möchte man einfach nur mit der Musik mitgehen.

Der sechste Titel des Albums „Crusader“ beginnt mit einem ruhigen Intro mit gesprochenen, glatt pathetisch wirkenden Gesang. Danach folgt ein weiteres Banger-Riff mit sehr genialer Schlagzeug-Untermalung. Einige Tempi- Wechsel machen das Lied abwechslungsreich und spannend. Trotz der vielen Death/Thrash- Metal. Riffs, die gerade hinaus geschrieben sind, fehlt dem Lied nicht die Melodie.

Alles in allem scheint mir Kingdom Of Salvation eine Band mit sehr viel Potenzial zu sein. Wenn noch ein bisschen am Sound gefeilt wird, könnte die Band sich zu einem richtigen Insider-Tipp mausern und vielleicht schon bald zu den ganz “Großen“ der Szene gehören. Es lohnt sich auf jeden Fall, mal rein zu hören.

comments powered by Disqus

Energiegeladener Abend, bei dem die Bands überzeugen können

Top-Stimmung in der Markthalle auch an einem Mittwochabend

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben