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Killswitch Engage: Killswitch Engage

Ist das noch Metalcore?
Wertung: 7.5/10
Genre: Metalcore / Melodic Heavy Metal
Spielzeit: 38:37
Release: 26.06.2009
Label: Roadrunner Records

Killswitch Engage, so heißt nicht nur die Band, sondern auch gleich zwei Alben eben dieser. Bei ersterer CD handelt es sich um das Debüt der Metalcore-Heroen, der andere Release stellt die neueste Full Length der fünf Amerikaner dar.

Der Band nach soll das neueste Werk noch etwas melodischer ausgefallen sein als die Vorgänger-Alben: Und damit hat die Band recht. Der wohl härteste Song des Albums ist der Opener „Never Again“, bei dem die geschrienen Parts noch deutlich die klar gesungenen Passagen überwiegen. Besonders in der zweiten Hälfte des Songs überzeugt das melodische Gitarren-Spiel durch den mehrspurigen Gesang, der sowohl dominant geschrien wird, als auch im Hintergrund klar gesungen.

Natürlich misst man bei den Songs keineswegs die typischen Soli der Gitarristen, so dürften Fans von Maiden-Riffs oder einfach Anhänger von Metalcore mit Gitarren-Soli wie beispielsweise All That Remains schon auf ihre Kosten kommen; spieltechnisch ist die Band nämlich nach wie vor astrein. Tragende Bridges werden gelungen in den Song eingeflochten, es findet sich so mancher Tempowechsel wie beispielsweise bei der Single-Auskopplung „Starting Over“ und auch die Hooklines sind alles in allem noch etwas ausgeprägter und einprägsamer.

Aber trotz des gestiegenen Anteils der Melodie sind Killswitch Engage wahrscheinlich eher geringfügig ein Kandidat für MTV oder Mainstream-Radiosender: Das Songwriting ist schlicht zu komplex und zu anspruchsvoll für diese Art von Musik-Promotion. Generell würde ich diesen noch melodischeren Stil der Band viel mehr als Melodic Metal oder als Heavy Metal-beeinflusst bezeichnen als mit der Genre-Beschreibung „Metalcore“.

Wer sich nun ängstigt, dass ihm die Band zu soft geworden ist, der wird auf dem Album aber sicherlich dennoch an etwas Gefallen finden, seien es die zaghaften Blasts von „Reckoning“  oder die aggressiv-schleppenden wie auch die schnell-treibenden Verse von „I Would Do Anything“. Allerdings ist hier der Refrain langsamer gesungen und beinahe schon etwas balladesk, die wahren Balladen-Parts findet man jedoch eher bei „A Light In A Darkened World“ beziehungsweise bei „Take Me Away“ oder dem langsamen Song „Lost“.

Ein schönes Album, das trotz der Tatsachen, dass diesmal nicht Gitarrist Adam für den Sound zuständig war und dass der Stil etwas verändert wurde, total nach Killswitch Engage klingt. Diese Band hat ihre eigene Art, Songs zu schreiben, die ihnen einen enormen Wiedererkennungswert verleihen – genau wie dem ganzen Album.

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