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Kills The Moment: Currents

Lange wird's nicht mehr dauern...
Wertung: 8/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 18:30
Release: 28.08.2009
Label: Eigenproduktion

Vergleicht man die alte EP „Connection Lost“ der fünfköpfigen Metalcore-Formation Kills The Moment aus Buffalo mit ihrer neuesten Scheibe „Currents“, bemerkt man, dass zwischen diesen CDs Welten liegen – man registriert einen enormen Fortschritt hinsichtlich der Produktion, des Songwritings sowie der Aufmachung und kommt nicht herum, sich zu wundern, dass diese Jungs noch bei keinem Label unterschrieben haben.

Die gesungenen Refrains klingen klar und verzücken mit absoluten Ohrwurm-Melodien, die Riffs treibender und härter als vorher, die Synthesizer um Längen besser arrangiert und auch das Drumming überzeugt noch mehr als zuvor. Der Opener „New Beginnings“ beginnt mit tiefen Riffs und Screams, die in einen epischen Refrain übergehen, bei dem die Gitarren nur noch ansatzweise angeschlagen werden – eine solche Melodie kommt auch ohne großartige Begleitung aus. Die Verse hingegen bestechen mit fetten Breakdowns, harmonischen, polyphonen Riffs und geschickt eingebauten Mosh-Einlagen, die nahtlos in nackenschädigende Riffs zum Headbangen übergehen.

Aber das war noch lange nicht alles, denn mit noch tieferen Breakdowns, einem noch besseren Refrain, der dies mal auch mit einer cleveren Begleitung besticht, und kraftvollen Gangshouts wartet bereits der Song „I’ve Got Nine Lifes, I Can Spare A Few“ darauf abgespielt zu werden. Den Höhepunkt der CD bildet jedoch der letzte Song „The Pillar Of Ottoman“, der in einem epischen Finale regelrecht explodiert – der talentierte Frontmann Andy singt gekonnt die einprägsame Hookline, eine Gitarre spielt gleichzeitig epische, klare Melodien, während die zweite wuchtige Rhythmus-Riffs raushaut. Auch das Drumming und der Basslauf passen zusammen wie die Faust aufs Auge. Als kleinen Extrabonus kann man nach einiger Zeit der Stille auch noch die Bandmitglieder nach einigen Flaschen Wodka – oder ähnlichem – hören; allerdings hatte das musikalische Vermögen der fünf Jungs da bereits etwas nachgelassen…

„Currents“ glänzt hinsichtlich der Produktion und erklingt wuchtig, voll und frei von Störgeräuschen aus den Boxen. Wie bereits zu Anfang erwähnt hat sich diese Band in allen Bereichen enorm verbessert und es wird bestimmt nicht mehr allzu lange dauern, bis angekündigt wird, dass man bei einem Label untergekommen ist – wenn sich die Truppe weiterhin in dem Tempo wie bisher weiterentwickelt, kommt hier noch etwas ganz Großes auf uns zu.

Kills The Moment zeichnen sich nicht durch ein enorm hohes technisches Niveau oder besonders viel Originalität aus, sondern liefern hier eine solide EP ab, die für eine Band ohne Labeldeal extrem gut geworden ist, mit großartigen Melodien aufwartet, treibende Riffs beinhaltet und vor allem nicht langweilig wird – eben abwechslungsreich gemachter, klassischer Metalcore. Eine CD, die definitiv Spaß macht.

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