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Ketzer: Solitary Warrior

Durchaus hoffnungsvoll
Wertung: 7/10
Genre: Black / Thrash Metal
Spielzeit: 17:49
Release: 01.01.1970
Label: Eigenproduktion

Endlich … endlich zeigt uns mit Ketzer eine junge Band aus Bergisch Gladbach mal wieder, dass man sich um den Nachwuchs in der Fraktion der Black Metaller im Underground keine Sorgen machen muss! Dabei verweben Ketzer ihren recht großen Black Metal-Anteil ihrer Musik hier und da mit Elementen des Thrash Metal.

Das „Intro“ lässt einen nur erahnen, was da noch alles auf einen zukommen mag. Wunderbar episch, man könnte es aber ruhig ein klitzekleines bisschen länger ausdehnen. Ein bedrohlicher Stimmungsaufbau wird hier erzeugt. Gut gemacht, Jungs! Und flugs geht es dann auch schon über in den Track „Geiz“, der mit einem Hammerriff beginnt und gewaltig voranstampft und sich zunächst eher im Midtempobereich bewegt, bevor das Tempo auch wieder angezogen wird.

„Throne Of Torture“ ist dann der nächste Song, der zunächst recht gesittet beginnt, bevor die Jungs wieder alles aus sich herausholen. Will heißen, die Temposchraube wird angezogen. Die Gesamtstimmung wirkt durch das Riffing bedrohlich, gut ausgedachte Melodiebögen findet man hier auch. Das Tempo wird immer mal wieder schön variiert, was sich die Jungs gut ausgedacht haben. Das Gitarrensolo darf natürlich auch nicht fehlen. Außerdem gibt es diesen Song auch zum freien Download, also los und riskiert ein Ohr!

Bei „Hochmut“ geht es nach dem kurzen Hammer-Eingangsriff auch wieder mit Volldampf los. Bei diesem Song wird wieder mal eine gehörig bedrohliche Stimmung aufgebaut. Er geht am ehesten in Richtung reiner Black Metal. Durch das kurze, etwas ruhigere Stück zwischendurch wird dem Hörer Zeit gegeben, seine Haare kurz zu entknoten, bevor es dann wieder voll auf die Mütze gibt. Auch das Solo passt wie Arsch auf Eimer.

Bei „Solitary Warrior“ zeigt sich wieder der Einfallsreichtum der Musiker, was das Songwriting anbelangt. Egal, ob es die Doublebass-Attacken sind, das Variieren der Geschwindigkeit während des Songs oder auch das Solo: Hier passt einfach alles gut zusammen.

Als letztes bekommt der Hörer noch mal den Song „Hochmut“ um die Lauscher, diesmal in einer Live-Version. Es knarzt und knistert ein wenig im Lautsprecher, weshalb man besser den Lautstärkepegel nicht zu sehr aufreißt. Zumindest kann man hier besser erahnen, wie Gerrits Stimme rüberkommt, denn die ist hier etwas mehr im Vordergrund als bei den restlichen Songs.

Gut, die Produktion dieses komplett in Eigenregie aufgenommenen Demos lässt doch leider etwas zu wünschen übrig: So ist Gerrits doch ziemlich gut in den Gesamtsound passende Stimme eindeutig zu leise geraten, die Drums stehen zu sehr im Vordergrund … aber hey, die Jungs haben das in Eigenregie auf die Beine gestellt, also werde ich daher auch nicht weiter meckern.

Da die Jungs auch auf der Bühne immer (zumindest dort, wo wir sie schon gesehen haben) recht ambitioniert zu Werke gehen, kann man nur sagen, dass sie durchaus ihren Weg machen könnten.

Fazit: Wie man an den neueren Songs sehen kann, entwickeln sich die Jungs weiter. Leute, die traditionellen Black Metal hören, sollten die jungen Musiker unbedingt mal anchecken, sowohl auf CD als auch mal live.

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