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Keith Mosley: Light Up The Sky

Pop-Rock aus München
Wertung: 7/10
Genre: Pop-Rock
Spielzeit: 59:9
Release: 10.10.2008
Label: Eigenproduktion

Keith Mosley ist kein Solokünstler, sondern eine im Frühjahr 2006 in München gegründete Rockband. Mit „Light Up The Sky“ veröffentlichen sie nun nach der Single „Walk Right Over Me“ ihr Debüt-Album. Die vier bayrischen Rocker spielen eine Mixtur aus nicht kommerziellem Rock und Pop nach Vorbildern wie Bruce Springsteen, Bon Jovi und den Rolling Stones, um mal ein paar zu nennen.

„Error One“ ist der Opener und das instrumentale Intro zum Longplayer und bringt dem Hörer die schiefen Töne einer schlecht gestimmten Gitarre zu Gehör. Der Track steht glücklicherweise nicht für das gesamte Werk, welches sich deutlich harmonischer darbringt.

Alle Stücke liegen im mittleren Tempo-Bereich mit leichter Tendenz nach unten. „Make My Demons Run“ gehört dabei zur flotteren Fraktion, während „Baby“ sehr ruhig und balladesk daherkommt und eher an Kuschelrock erinnert.

Durch die Bank fällt auf, dass instrumentale Passagen und Gitarrensoli einen hohen Stellenwert in der Komposition haben, findet man diese doch mehrmals in jedem Stück wieder. Die Soli sind dabei passend eingesetzt und bilden einen guten Gegenpart zu den gesanglichen Teilen. Interessant ist es auch, wenn die Gitarre, wie bei „Serious Things“, zum Ende die Gesangslinie übernimmt und das Stück auf diese Art enden lässt.

Zu den Schlüssen der Titel ist zu sagen, dass diese nicht durchweg nach dem normalen Muster enden, sondern die Band sie zuweilen interessanter gestaltet, so mit einem Bass-Part, wie bei „Save Me“, rausgezögert, wie bei „Say It Loud“ oder mit Breaks versehen, bei dem nach jeder Pause theoretisch Schluss sein könnte, wie es bei „Dreams Come True“ zelebriert wird.

Die Stimme von Sänger Stephan Randler passt gut zu den Tracks, ist jedoch zeitweise nicht so gut zu hören, wenn der Gesang von Drums und Gitarren-Riffs übertönt wird. Bei „Say It Loud“ und „Baby“ greifen auch Gitarrist Benno Kindermann und Bassist Bernd Lachmann zum Mikrofon und stehen ihrem Frontmann dort in nichts nach.

In der ersten Hälfte des Albums dominieren vor allem Gitarre und Schlagzeug, dann wird aber auch das Piano stärker eingebracht, so bei „Stay With Me“, wo es im Wechsel mit der Gitarre die Melodieführung übernimmt. Bei „Dreams Come True“ kommt zu Beginn die Akustikgitarre zum Einsatz, genauso wie im zweiten Teil des Schlusssongs „Super Fun Happy Slide“. Ebendieser Song hat etwa bis zur fünften Minute eine klare Führung von Percussion und Gitarre, weist dann aber eine Pause auf und erst ab etwa der zehnten Minute setzt die Band wieder ein und es ist nun nicht mehr so rhythmisch und rockig wie zu Anfang, sondern mit Akustikgitarre und Gesang wird eine Lagerfeuerstimmung erzeugt.

Fazit: Keith Mosley liefern ein gutes Debüt ab, das dazu einlädt, es immer mal wieder zu hören. Jedoch hat die Platte auch ein paar kleine Macken. So ist einmal die Lautstärke-Mixtur der einzelnen Bandmitglieder zum Teil mehr suboptimal. Gerade in der ersten Hälfte ist der Gesang im Gegensatz zum Rest leise, während die Drums zu sehr dominieren. Was vielleicht noch ein Kritikpunkt sein könnte, ist die relativ gleichbleibende Musik. Es gibt fast keine Ausbrüche oder Höhepunkte in den Stücken, welche ihnen das gewisse Etwas geben würden. Trotzdem sind vor allem die Refrains eingängig.

Schlussendlich ist „Light Up The Sky“ ein Debütalbum, dem man Aufmerksamkeit schenken sollte und das zwar flott, denn es gibt nur eine limitierte Auflage von 500 Stück. Man darf auf jeden Fall auf die Entwicklung der Band gespannt sein.

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