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Keep It For Tomorrow: New Spirit

Alles andere als neu, aber mit einigen guten Ideen
Wertung: 7/10
Genre: Metalcore, Post-Hardcore
Spielzeit: 40:35
Release: 03.10.2014
Label: Redfield Records/Redfield Digital

Keep It For Tomorrow sehen auf den ersten Blick aus wie eine Coreband aus Großbritannien, stammen aber aus Leipzig und haben sich seit ihrer Gründung 2010 tatsächlich im Metalcore- und Post-Hardcore-Bereich angesiedelt. Einige Demos wurden produziert, mit „New Spirit“ ist nun das erste Full-Length-Album erschienen, übrigens mit einem wunderschönen Artwork, wegen dem sich der Kauf eigentlich alleine schon lohnen würde.

Widmen wir uns erstmal einigen Namen. Christoph Wieczorek, der einigen als Gitarrist und Sänger von Annisokay bekannt sein dürfte, hatte seine Fingerchen als Produzent bei der Platte im Spiel, außerdem hat sich die Fünfertruppe mit Jake Taylor den Sänger der australischen In Hearts Wake und mit Jesse Cash den Fronter der US-amerikanischen Erra ins Boot geholt – somit setzen Keep It For Tomorrow schon mal auf internationalen Kurs. Da mag es kaum verwundern, dass sie auch ein bisschen amerikanisch klingen, was hauptsächlich dem klaren Gesang geschuldet ist – man muss die Tonlage mögen, die mir persönlich eine gute Spur zu kopflastig daherkommt. Dafür kann das aggressive Shouting aber umso mehr überzeugen.

Problematisch ist nur, dass die Band an sich auf „New Spirit“ trotz des vollmundigen Titels wenig Neues präsentiert, worunter entsprechend auch der Wiedererkennungswert leidet. Beginnen wir am Anfang der Platte: Gestartet wird mit „Developer“, das mit gesampeltem Intro eingeleitet wird und dann recht deftig mit Breakdowns und Geschrei Großes verspricht. Beim Refrain mag sich so mancher Emofan vor Freude einnässen, steht man aber eher auf die härtere Schiene, rollen sich hier eher die Zehnnägel hoch. Technisch gibt’s hier nichts auszusetzen, aber die leicht süßliche Tonlage ist dann doch eher Geschmackssache. Man ist erinnert an Bury Tomorrow, Alesana und Kollegen, wobei bei den genannten Bands der Spagat einfach von Anfang an besser funktioniert hat.

Allerdings muss man KIFT zugute halten, dass sie sich ordentlich Mühe geben, keine Langeweile aufkommen zu lassen. Gerade Songs wie „Shadowplay“ zeigen auf, dass die Instrumentalfraktion mit Fills und Tempowechseln dafür zu sorgen versucht, dass der gemeine Hörer nicht in ein Aufmerksamkeitsloch fällt. „Evolve“ entpuppt sich dann nicht zuletzt dank Jake Taylors Gastauftritt als recht brutaler Track – bis der Refrain einsetzt. Ein bisschen frustrierend wird das vor allem live für die Mosher sein, die ständig ausgebremst werden.

Komischerweise stört aber nichts die Stimmung, die „Insights“ verbreitet, obwohl sich hier ausschließlich der ruhigeren Seite des Genres gewidmet wird. Eindringlich kommt der Song daher, gegen Ende bauen die Drums einen wunderbaren Spannungsbogen auf, der mit flirrender Gitarre unterlegt wird. Ein schöner Song, textlich vielleicht ein bisschen kitschig, aber trotzdem gut – und das trotz oder gerade wegen des klaren Gesangs.

Das finale „Seishin“ wird von Jesse Cash ebenfalls etwas gewöhnungsbedürftiger Stimme unterstützt, macht sich aber erstaunlich gut, vielleicht gerade weil man hier ein bisschen aufmerksamer hinhören muss. Wie bereits angedeutet finden sich aber recht wenige neue und frische Ansätze auf „New Spirit“ – ein paar der Tracks überzeugen auf ganzer Linie, dafür finden sich aber auch viele Längen auf den knapp 40 Minuten Spielzeit. Wer die Mischung mag, hat hier aber sicherlich seine Freude.

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