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Katra: Out Of The Ashes

Temperamentvoller Gothic Metal aus dem Land der 1000 Seen
Wertung: 9/10
Genre: Gothic-Metal
Spielzeit: 44:26
Release: 29.10.2010
Label: Napalm Records

„Out Of The Ashes“ ist bereits das zweite, offizielle Album der finnischen Gothic-Metal-Band Katra. Die Band, nach der finnischen Frontsängerin Katra Solopuro benannt, legt mit diesem zweiten Album eine tolle Bestätigung ihres erfolgreichen Debüts hin.

Katra behaupten sich seit 2006 am Gothic-Metal-Himmel und bestehen aus Katra Solopuro (Gesang), Kristian Kangasniemi (Gitarre), Johannes Tolonen (Bass), Teemu Mätäsjärv (Gitarre) und Matti Auerkallio (Schlagzeug). Anders als noch das erste Werk der Finnen „A Beast Within“ (2008), welches vor allem Märchen und Legenden aufarbeitete, beschäftigt sich „Out Of The Ashes“ mit alltäglichen, aber schwerwiegenden Problemen. Die Sängerin verarbeitet hier Erlebnisse, die sie in den zwei Jahren, die zwischen den Alben lagen, erlebte.

Katra überraschen ihre Hörer an keiner Stelle des Albums, von ihnen wird dunkler, melancholischer Gothic-Metal erwartet und dieser wird in allen zehn Stücken geliefert. In jedem Song ist die Dunkelheit, die als Wurzel der vielen Probleme in Finnland gilt, zu spüren. Katra sagt, dass die Finnen die Helligkeit in ihren Herzen tragen. Sie selbst trägt das Helle über ihre Stimme in die Ohren der Zuhörer und entfacht auf diese Art ein Feuer.

Mit „Delirium“ beginnt das zweite Werk der Finnen äußerst kraftvoll, wie andere Female-Fronted-Gothic-Bands beherrschen die Männer die Instrumente und sorgen für kraftvolles Schlagzeugspiel und harte Gitarrenriffs und Katra verzaubert mit ihrer gut ausgeprägten Stimme. Der zweite Song „One Wish Away“ ist eine ruhige Ballade, die Melodie eingängig, aber an sich nichts Besonderes. Schöner ist „If There Is No Tomorrow“, in dem auch Katras Gesang etwas kantiger zu Tage kommt.

„Vendetta“, ist ein ganz besonderer Song, sowohl vom Inhalt, als auch von den Arrangements. Es geht hier nicht etwa um die Tatsache der Blutrache, wie der Titel vermuten lässt, sondern um häusliche Gewalt. Ein großes, oft totgeschwiegenes Thema, nicht nur in Finnland, zeigt durch das Zusammenspiel der Musiker und die hier wirklich fabelhafte Stimme Katras, dass hier mit Hingebung gearbeitet wird und dass es nicht nur um Polemik geht. Der Song wirkt trotz der satten Gitarren eher ruhig und macht so auch abseits vom Songwriting darauf aufmerksam, dass eben diese Art der Gewalt nicht augenscheinlich und genaues Hinsehen wichtig ist.

Eine wirklich tolles Stück ist die Ballade: „The End Of The Scene“. Alle Instrumente werden auf ein Minimum zurückgefahren und die Sängerin mit den feuerroten Haaren kommt nahezu hüllenlos zur Geltung. Das perfekte Zusammenspiel der gesamten Band zeigt sich gerade an dieser Stelle, ohne diese könnte der Song schnell langweilig werden. Hier ist genau das Gegenteil eingetreten: Der Hörer ist gefesselt und saugt jeden Ton gierig auf.

Ausnahmslos behandeln die zehn Songs den Anfang und das Ende entweder einer Liebe, einer Freundschaft und das eben nicht nur im Titelsong „Out Of The Ashes“. Stellt man sich hier die Frage, ob mit Katra nun etwas Einzigartiges am Gothic-Metal-Firmament erstrahlt, muss man ehrlicherweise sagen: Nein.  Aber das tut dem Album und der Band keinerlei Abbruch, denn was sie hier liefern, ist gut und mit Liebe und Hingabe gemacht. Die Texte sind mit Herzblut geschrieben, die dazu gelieferten Melodien passen einfach hervorragend. Fans von Bands wie Epica und Leaves’ Eyes bekommen eine weitere Band hinzu, die ihnen Freude bereiten könnte.

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