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Katana: Heads Will Roll

Schwedische Samurais und Heavy Metal
Wertung: 7/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 39:21
Release: 25.04.2011
Label: Listenable Records

Mit katana meldet sich eine weitere Band aus Schweden, die dem klassischen Heavy Metal frönt. Die 2005 gegründete Band hatte bereits im Folgejahr eine Single auf eigene Faust veröffentlicht, danach wurde es aber wieder still um die Gruppe. Nun startet die Band - teilweise in neuem Line-Up - wieder und legt mit „Heads Will Roll“ ihren ersten Longplayer vor. Inzwischen sind Bands, die den klassischen Metal wieder aufleben lassen, keine Randerscheinung mehr und katana müssen sich mit hochkarätigen Combos wie Enforcer oder H.E.A.T. messen lassen.

Neun Songs und knapp vierzig Minuten Spielzeit sind schon recht ordentlich. Dabei kommt eine durchschnittliche Spielzeit von über vier Minuten pro Song zustande - allerdings dauern natürlich nicht alle Stücke gleich lang. Mit knapp drei Minuten ist „Rebel Ride“ der kürzeste Song, während „Quest For Hades“ mit fast sieben Minuten das längste Stück auf „Heads Will Roll“ darstellt. Alle Titel sind gut arrangiert, lassen aber auch kaum Platz für Überraschungen. Die Songstrukturen entsprechen in der Regel klassischen Standardmustern, was jetzt nicht gleich negativ zu bewerten ist - lieber klassische Muster als Experimente, an denen sich die Hörer die Zähne ausbeißen. Dafür klingen die Lieder oft unterschiedlich, den größten Ausreißer macht das letzte und längste Stück auf der CD, „Quest For Hades“. Mit seinen orientalischen Klängen entführt der Song in eine fremde Welt.

Die restliche Scheibe dominiert fröhlich gestimmter Heavy Metal mit gelegentlichen Ausflügen in die Anfänge des Speed Metal. Auffällig ist, dass die Stimme sehr weit in den Vordergrund gerückt wurde, woran es meistens nichts auszusetzen gibt, außer dass die Gitarren manchmal darunter leiden. Weiterhin leben die Titel sehr stark von Hooklines, die an jeder Ecke zelebriert werden - der Ohrwurmfaktor der Scheibe ist dementsprechend hoch. Eine glückliche Ausnahme macht der Titel „Neverending World“, der zwar auch sehr melodisch ist, sich aber durch eine nicht ganz so fröhliche Grundstimmung von den restlichen Titeln abhebt. Textlich variiert die Band auch nicht viel, das gesamte Album dreht sich - mit Ausnahme der zwei bisher besprochenen Titel - auf die eine oder die andere Weise um Japan, Katanas oder Asien im allgemeinen. Zugute halten muss man dem Rundling allerdings, dass ihm ein ganz ordentlicher Sound verpasst wurde: Die Gitarren klingen sehr authentisch nach den Achtzigern, das Schlagzeug hört sich sehr natürlich an, und auch an der Stimme wurden nur die nötigsten Eingriffe vorgenommen. Somit klingt „Heads Will Roll“ authentisch und ehrlich, nach guter, handgemachter Rockmusik eben.

katana liefern hier kein schlechtes Album ab, allerdings muss sich die Scheibe gegen harte Konkurrenz durchsetzen, und das dürfte aufgrund fehlender Highlights schwierig werden. Für Genrefreunde ist die Scheibe aber allemal zu empfehlen.

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