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Kataklysm: Prevail

Kataklysm haben sich mit dieser Scheibe selbst übertroffen
Wertung: 10/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 44:43
Release: 23.05.2008
Label: Nuclear Blast

"Prevail" heißt das neue Album der Death Metaller Kataklysm aus Québec. Kataklysm, das kommt von dem Wort altgriechischen kataklysmos, im deutschen auch bekannt als Kataklysmus. Das bedeutet so viel wie eine erdgeschichtliche Katastrophe, aber eine Katastrophe ist "Prevail" keineswegs – viel mehr ein erdgeschichtlicher (bzw. musikgeschichtlicher) Meilenstein.

Mit dem Titelsong wird das Album eröffnet, ein gnadenlos harter Song, sowohl tödlich aggressives Growling als auch Blastbeats, geniale Breakdowns und harte Riffs donnern aus den Boxen, ohne den technischen Aspekt zu vernachlässigen. Die Riffs von „Taking The World By Storm“ sind - trotz der düsteren Atmosphäre, die sie ausstrahlen – sehr melodisch und bilden die Grundlage dieses epischen Songs.

Ebenso genial ist „Blood In Heaven“, das dermaßen unerbittlich anklagend klingt, dass es schon wie eine Anprangerung an Gott höchstselbst wirkt. Die melodisch-harten Riffs, der drückend-wummernde Bass, das erbarmungslos donnernde Schlagzeug und das tiefe, grollende Growling des Sängers Maurizio Iacono, einfach alles ist perfekt.

Auch „To The Throne Of Sorrow“ ist ein gigantischer Song, der nach knapp drei Minuten seinen Höhepunkt in einer instrumentalen Bridge findet, die nicht besser sein könnte – Stakkato-Riffs treffen passendes Drumming inkl. China-Becken-Einsatz. Wer hier nicht spätestens einen unwiderstehlichen Drang verspürt, seine Nackenmuskeln zu strapazieren, dem kann wirklich nicht mehr geholfen werden.

Eine Weiterentwicklung des Songs „The Renaissance“ vom 2000er Album „The Prophecy“ findet sich an letzter Stelle der Tracklist von "Prevail": „The Last Effort“ verfügt, wie schon der Song von 2000, über einen genialen Basslauf, der einen Großteil des Songs bestimmt. Das Tempo wird hier deutlich herunter geschraubt und man geht auch rifftechnisch noch um einiges melodischer zu Werke, ohne jedoch die Härte zu vergessen – mit dem Solo leisten die Gitarreros dann eine weitere Meisterleistung.

Auch das Mastering ist wahrhaftig eines der besten, das ich in letzter Zeit hören durfte – nicht zu überladen, aber alle Instrumente dröhnen ausgeglichen, glasklar und mit viel Druck aus der Stereoanlage.

Kataklysm haben sich mit dieser Scheibe selbst übertroffen und werden bei dieser Entwicklung ganz bestimmt eher früher als später auf dem Death-Metal-Thron erstrahlen!

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