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Kataklysm: In the Arms of Devastation

Verwüstung, die sehr gut ankommt
Wertung: 9.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 41:7
Release: 20.02.2006
Label: Nuclear Blast

Die inzwischen legendäre Death-Metal-Formation Kataklysm aus Kanada präsentiert der Welt der Metal-Gesinnten ihr achtes Album "In The Arms Of Devastation" mit den Worten "Feb. 20th a Monster will rise" und in der Tat: Dieses Album ist monströs!

In den Demos nach ihrer Gründung 1991 erkennt man den heutigen Kataklysm-Stil kaum wieder. Damals spielte der aktuelle Front-Growler Maurizio Iacono noch Bass, Nick Miller spielte Drums und Sylvain Houde sang. Nach "Sorcery", ihrem Debut-Album 1995, änderte sich einiges an ihrer Formation. Maurizio übernahm die Vocals, Max Duhamel die Drums und Stephan Barbe den Bass.

Doch erst sieben Jahre später fanden sie zu ihrem aktuellen Stil mit "Shadows And Dust", welches ein echter Nackenbrecher wurde. Für "Serenity In Fire" trennten sich Kataklysm von ihrem Drummer Max Duhamel und holten Martin Maurais an Boot, der die Dimension für Geschwindigkeit radikal in die Höhe schießen ließ.

Für "In The Arms Of Devastation" besorgten sie sich wieder ihren alten Drummer. Aufgenommen wurde das ganze im Studio Victor in Kanada, in dem sie auch schon "Serenity in Fire" und andere Alben aufnahmen, gemixt wurde das Album von Tue Madsen in Dänemark, wobei das eine Überraschung war, da Jean-Francois Dagenais, selbst Gitarrist bei Kataklysm, sonst immer die Produktion übernahm.

"In The Arms Of Devastation" oder auf deutsch: "In den Armen der Verwüstung" - Genau in diese Arme begab ich mich während des Hörens des Albums. Die Songs sind komplexer und moderner als auf "Serenity In Fire". Das gesamte Auftreten der Band auf dem Album ist kaum noch wiederzuerkennen, die Growlparts und vor allem die Screamparts hören sich völlig anders an. Das liegt wohl eindeutig an der Veränderung des ja schon fast automatisierten Produktionsmechanismus, was sich aber keinesfalls negativ auf das Wohlgefallen der CD meinerseits auswirkt, da Tue Madsen trotz allem gute Arbeit leistete.

Die altbekannten gesprochenen Sätze als Intro sind der Fangemeinde allerdings noch erhalten geblieben.

Genau so ein Satz leitet auch den Longplayer ein: "Revenge is a meal best served cold." ist das Intro für "Like Angels Weeping (The Dark)". Der Opener ist sehr gut arrangiert, die Drums werden trotz des langsameren Drummers hochklassig gespielt und die Riffs sind gewohnt heftig, was das Ganze zu einem dynamischen, sehr druckvollen Lied macht.

"Let Them Burn" wird von Screamparts dominiert, was dieses Lied ungemein interessant macht, da fast ausschließliches Geschrei eher ungewöhnlich für Kataklysm ist. Der dritte Track "Crippled And Broken", zu welchem auch ein Video gedreht werden soll, ist im Vergleich zu den anderen eher langsam, dennoch hat er eine spezifische Durchschlagskraft, ähnlich wie ein Chuck Norris Roundhouse Kick.

Ruhige, schon fast melodramatische Klänge bilden das Intro für "To Reign Again", was dann plötzlich in heftiges Geballer umschwingt, aber dennoch einen sehr dramatischen Charakter aufweist. Die Atmosphäre könnte man als eine Situation eines guten Horrorfilms beschreiben, in der ein Killer völlig wahnsinnig, im Affekt, gepaart mit tiefen Emotionen, auf jemanden einsticht, bis der ganze Boden um ihn herum in Blut getaucht ist.

Für den nächsten Song des Verwüstungswerkes "It Turns To Rust" holten die Kanadier die Kittie-Frontlady Morgan Lander, welche sich mit Maurizio einen echten Scream Contest liefert - ein sehr interessantes "Duett".

Das letzte Lied des Albums "The Road To Devastation" ist das meines Erachtens beste Produkt dieser Kataklysm-Sessions, da es dramatisch, eingängig und melodisch einfach perfekt ist, wobei das nur meine Definition von melodischer Perfektion ist. Lediglich das Outro ist etwas störend - ein drei Minuten langes Uhrticken mit ruhigen Klängen hinterlegt, was allerdings als die Ruhe nach der "Devastation" interpretiert werden kann.

Genau dieses Szenario wird auf dem Cover der CD dargestellt - eine von einer monströsen Gestalt zerstörte Stadt. In einer limitierten Version des Albums ist sogar eine Bonus-Live-DVD vorhanden, welche auf den Namen "The End Of Serenity: Live In Strasbourg" getauft wurde. "In the Arms of Devastation" ist zwar einen Track kürzer als "Serenity in Fire", allerdings um drei Minuten länger.

Zusammenfassend kann man in Anbetracht meiner Sichtweisen nur sehr kleine Makel an dem Album feststellen, ansonsten nur Positives. Also Leute: Bestellt euch das Album vor oder seid spätestens am 20. Februar im Plattenladen "when the monster rises".

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