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Karma To Burn: Mountain Czar

Abwechslung pur
Wertung: 7,5/10
Genre: Stoner Metal/instrumental
Spielzeit: 23:47
Release: 26.02.2015
Label: Rodeostar/SPV

Zumindest in einer Hinsicht sind die Amerikaner von Karma To Burn auf jeden Fall etwas Besonderes: Das Trio macht nämlich instrumentalen Metal. Vergleichbare Formationen dürfte es also nur sehr wenige auf diesem Planeten geben.

Umso länger treibt aber diese Combo schon ihr Unwesen. Bereits seit 1995 machen die Jungs aus West Virginia (in wechselnder Besetzung) ihren ganz eigenen Stilmix. Der Einfachheit halber kann man das Genre der Band schon als Stoner Metal oder Stoner Rock angeben (auch, wenn die Band nach eigenen Angaben nicht kifft - als ob dieses Klischee wirklich nötig wäre). In Feinheiten gehen Karma To Burn allerdings weit über diese Schublade hinaus. Ihre Musik ist vor allem kräftig, erdig, ganz schön dreckig und ein bisschen räudig.

Die ersten drei Nummern auf der Scheibe entsprechen voll den Erwartungen, die man an eine Combo dieser Dimensionen haben wird. Roher, scheppernder ungeglätteter Hard Rock/Metal ohne Schnörkel und ohne Schönfärberei.

Wobei die Aussage „ohne Schnörkel“ mit Vorsicht zu geniessen ist. Da Karma To Burn eine Instrumentalband sind, haben sie von vornherein einen größeren Aufwand zu betreiben, um ihre Musik interessant zu halten. Alleine schon aus diesem Grund muss das Trio viel mehr variieren als eine Band mit Sänger oder Sängerin. Viel zu schnell würden die Riffs sonst langweilig werden.

So ist es mit die größte Kunst des Trios, ihre Songs immer am Laufen zu halten. Dazu ist größerer kompositorischer Aufwand nötig. Vor allem Drummer Evan Devine zeigt sich sehr vielseitig und schafft es sehr oft, die Titel mit nur kleinen Veränderungen interessant zu halten.

Ein Highlight auf der Scheibe ist dann doch die einzige Nummer mit Gesang. „Uccidendo Un Sgno“ ist die verrockte Version von „Running Down A Dream“ von Tom Petty & The Heartbreakers. Gesungen wird der Song auf Italienisch von der Sängerin Stefanie Savy, die den Titel in ihrer Muttersprache eingesungen hat. Abschließend gibt es dann noch die leicht an eine Westernmelodie erinnernde Nummer „Sixty-Three“, die einen schönen Ausklang der EP erlaubt.

Fans von Stoner-Rock-Klängen, die gerne mal ganz gechillt in Ruhe einer Platte lauschen, sind mit Karma To Burn ganz gut beraten. Vielen anderen wird die Struktur so ganz ohne Gesang vielleicht etwas quer schlagen. Für das an Standards gewöhnte Ohr ist die Musik der Truppe nämlich doch ganz schön anstrengend und man muss schon mit Konzentration bei der Sache bleiben, um die ganzen kleinen Nuancen überhaupt zu erkennen.

Die Scheibe ist toll gemacht, keine Frage. Wer sich von Instrumentalmusik angesprochen fühlt, dem sei „Mountain Czar“ wärmstens empfohlen.

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