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Kampfar: Djevelmakt

Eines der besten Alben der Band bisher
Wertung: 8/10
Genre: Pagan Metal / Black Metal
Spielzeit: 49:05
Release: 31.01.2014
Label: Indie Recordings / Edel

Die Norweger Kampfar holen zum nächsten Schlag aus: „Djevelmakt“ ist bereits das sechste Studioalbum der Band und seit 2011 das erste neue Werk. Stilistisch setzt man den mit „Mare“ eingeschlagenen Weg konsequent fort. Kampfar nehmen sich das Recht, kleinere experimentelle Ausflüge in benachbarte Genres zu unternehmen und auch eher ungewöhnliche Strukturen in die Songs einzubauen. Auffällig ist das zum Beispiel bei „Blod, Eder og Galle“. Der Song startet mit einem Synthieintro und geht dann in einen sehr schwarz angehauchten Pagan-Metal-Track über.

Inwieweit sich der neue Gitarrist Ole mit am Songwriting beteiligt hat, ist unbekannt. Jedoch dürfte auch sein Erscheinen auf der Bildfläche dazu beigetragen haben, dass sich die Musik von Kampfar weiterentwickelt hat. Ein weiteres gutes Beispiel für die Vielschichtigkeit des Silberlings ist die Nummer „Swarm Norvegicus“. Träge stampfend schleppt sich der Titel dahin und wirkt so vernichtend wie eine Pestepidemie. Allgemein liegt das Augenmerk bei „Djevelmakt“ nicht so sehr auf der Geschwindigkeit. Oder, besser formuliert, Kampfar legen keinen sehr großen Wert auf High-Speed Lieder. „De Dødes Fane“ ist zwar recht flott, aber über längere Zeit hält man sich hier auch nicht im oberen Geschwindigkeitsraum auf. Dafür gibt es verhältnismäßig viel Groove auf der Platte. Natürlich gibt es keinen einzigen Song, den man als Groove Metal oder ähnliches bezeichnen könnte, aber immer wieder mal zwischendrin kommt der Stampfbeat durch - gerne auch mal ganz langsam.

Des weiteren fallen immer wieder die eingebauten Synthieeffekte auf - beim gerade schon angesprochenen Song läuft im Mittelteil eine Keyboardsequenz, die schwer an „Dr. Pest“ von Die Apokalyptischen Reiter erinnert. Nicht wegen der Melodie, aber wegen des eigenartigen Sounds. Ein wahres Meisterwerk hat die Band am Schluss der Scheibe angehängt: „Our Hounds, Our Legion“ ist ein wahres Opus großer Empfindungen. Hier zeigen Kampfar, was man von ihnen in Zukunft hoffentlich öfter hören wird - große Kompositionen mit vielen Schichten und großen Interpretationsmöglichkeiten für den Hörer. Musik, die nicht für den schnellen Konsum gemacht ist, sondern für Hörer, die sich mit ihrer Musik auseinandersetzen wollen.

„Djevelmakt“ ist ein tolles Album, das von seinen Stimmungen lebt und nebenbei noch mit vielerlei interessanten Elementen überraschen kann. Somit sorgt die Platte für lang anhaltenden Hörgenuss. Empfehlenswert ist die Scheibe natürlich für alle Fans der Band, aber auch Anhänger aus dem kompletten schwarzmetallischen Raum könnten Gefallen an dem Werk finden. Wem Behemoths „The Satanist“ gefällt, der kann auch hier ruhig zugreifen. Kampfar haben einen guten Weg eingeschlagen, den sie weitergehen sollten. Natürlich verschreckt man einige Fans, wenn man sich neuen Horizonten öffnet, aber künstlerischer Stillstand bedeutet auf lange Sicht immer den Untergang. Außerdem öffnen sich die Norweger nur sehr langsam und gut überlegt anderen Strömungen.   

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