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Kalmah: For The Revolution

Musikalisch absolut erstklassig
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 43:57
Release: 30.05.2008
Label: Spinefarm Records

Siebzehn Jahre hat die Band auf dem Buckel, die anfänglich noch Ancestor hieß. In der Geschichte der Band wurden bislang allerdings lediglich vier Alben eingezimmert und „For The Revolution“ ist nach der 2006´er „The Black Waltz“ nun der Finnen fünfte Streich.

Traditionell und mit reichlich Einsatz des Tasteninstruments ziehen wir mit den Finnen los, denn das Motto lautet wie der Titelsong „For The Revolution“. Das Gitarrensolo, zu welchem sich das Keyboard hinzugesellt, ist zwar auch vom eher traditionellen Schlag, aber trotzdem in keinster Weise angestaubt, sondern richtig gut. Lediglich das Herausfaden des Openers hätte man eleganter lösen können.

Klanglich typisch finnisch, wie man es kennt und absolut schätzt, gelangen die Melodien von „Dead Man's Shadow“ an meine Ohren und ich frage mich, wie Pekka Kokko (Gitarre, Gesang), Antti Kokko (Gitarre), Timo Lehtinen (Bass), Janne Kusmin (Schlagzeug) und Marco Sneck (Keyboard) es bloß schaffen, dass ich vor allem wegen des doch recht dominanten Einsatzes des Keyboards nicht angeekelt die Nase rümpfe, sondern während des ein um anderen Songs diesem Album mehr und mehr verfalle? Scheint an der Klasse der Jungs zu liegen. Geiles Stück.

“Holy Symphonies Of War” startet mit einem eindrucksvollen Exempel der Fingerfertigkeit von Antti. Die Leadmelodie dieses recht zügig zur Sache gehenden Stückes ist erstklassig, trifft vollstens mein Geschmackszentrum und muss einfach mitreißen. Man genieße nur mal das pfeilschnelle Gitarrensolo.

Mit zunächst etwas weniger Speed kommt „Wings Of Blackening“ aus, wobei dies wirklich nur marginal zu merken ist. Vielmehr kommt dieses Stück eine Spur mächtiger durch den Äther, bevor man dann aber doch wieder etwas mehr auf´s Gaspedal drückt und nochmal mit geilen Harmonien brilliert.

Akustikgitarren bekommt man eingangs des dann doch eher Richtung Midtempo tendierenden „Ready For Salvation“ geboten. Hier kommt Pekka´s mächtiges Stimmorgan auch bestens zur Geltung. Ein wunderschönes Stück zum Durchschnaufen. Man kommt in den Genuss der im Zusammenhang mit finnischen Bands schon so oft zitierten und von mir heiß geliebten melancholischen Anklänge, welche sich nahezu nur Bands aus dem Land der tausend Seen zur Perfektion gemacht haben.

Doch genug Trübsal geblasen, denn nach diesem ruhigeren Stück lassen die Jungs mit „Towards The Sky“ dann wieder die Katze aus dem Sack. Von den Keyboards geht auch hier wieder eine hintergründige Schwermut an den Start. Die Gitarren im Vordergrund liefern neben einem wieder mal grandiosen Solo erstklassige melodische und treibende Arbeit ab, stellenweise werden auch thrashige Parts zum Besten gegeben.

Wer von dem Eingangslead des im höchsten Maße melodischen und noch geileren „Outremer“ nicht augenblicklich gefangen genommen wird, bei dem ist wohl alles verloren. Ich schwebe ob dieser musikalischen Wohlklänge im siebten Himmel. Macht ein wenig pagan-metal-like einfach nur gute Laune und ist einfach nur finnisch-metallisch schön. Im Refrain wird übrigens so was von genial drauflos gebolzt, dass es eine wahre Freude ist, diesen Song wieder und wieder laufen zu lassen, gemäß dem Motto „play it loud, motherfucker!“

Verdammt, „Coward“ kommt mir vor wie ein guter, alter Bekannter. Ist es das Gebolze? Sind es die genialen Melodien? Ganz klar, was Antti hier wieder an seinen Saiten zaubert, verdient ganz klar einen Extrapluspunkt.

Und das das Album abschließende „Like A Slave“ ist ja wohl DIE Hymne des Albums schlechthin. Welch ein Gitarrenspiel, welch klasse vorgetragenen Growls, welch klasse Arbeit in der Rhythmussektion und an den Keyboards! Die Jungs ziehen hier nochmal sehr, sehr eindruckvoll alle Register ihres über jeden Zweifel erhabenen Könnens und bescheren ihren Fans einen würdevollen Ausstieg aus der CD. Da kann man einfach nicht anders als erneut die Play-Taste zu quälen … und wieder und wieder.

Eine sehr gut abgemischte Produktion rundet diese im ganzen sehr gut gelungene Scheibe bestens ab. Das Einzige, was ein bisschen schade ist, ist die magere Spielzeit mit etwas über 40 Minuten. Jungs, von eurer geilen Mucke will man mehr. Allen Leuten, welche die Jungs bisher völlig zu Unrecht lediglich als Kopie abgetan haben, sei gesagt, dass sie Kalmah ab sofort als dass ansehen müssen, was die Band ist: Eine weitere sehr ambitionierte und sehr gute Band neben ihren Landsmannen vom See.

Fazit: Was die musikalische Klasse angeht, hätten Kalmah eigentlich auch mindestens den Erfolg mehr als verdient, den ihre Landsmänner vom Bodom-See um ihre Münder geschmiert bekommen. Gerecht ist was anderes. Authentischer als CoB kommen Kalmah mit diesem Werk auf jeden Fall rüber. Und mein Finnland-Fieber erhält durch diese geniale Scheibe einen neuen, kritischen Schub. Es ergeht ein unbedingte Höranweisung an alle Fans des Melodic Death Metal.

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