Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Kalmah: 12 Gauge

Wie gemacht für den Durchbruch – mit diesem Album erst recht!
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 42:56
Release: 26.03.2010
Label: Spikefarm Records

Das neue Album „12 Gauge“ von Kalmah (zu deutsch: „Zum Tode“) ist ihr bereits sechstes Album in voller Länge, seitdem die Finnen ihren Namen 1999 von Ancestor in Kalmah umbenannten. Und man kann auch durchaus sagen, dass sie damit den Grundstein für ein beeindruckendes Melodic-Death-Metal-Konzept legten.

Thematisch hat es ihnen neben den typischen Themen des Death Metals auch besonders der Sumpf als solches angetan, der von ihnen als sehr bedrohlich und geheimnisvoll hervorgehoben wird. Daraus entstand bald eine ganz Manie, so dass Kalmah sich selber als „Swamplords“ bezeichnen und dieses Thema von ihnen quasi überall wieder aufgegriffen wird. Nebenbei bezeichnen sie ihre Stil-Richtung deswegen auch als „Swamp Metal“. Da damit aber sonst niemand was anfangen kann, wird das an dieser Stelle einfach mal übergangen.

Musikalisch finden Kalmah auf ihrem neuen Album gekonnt die Mitte zwischen abgedrehten Melodic-Parts und dunklem Death-Metal. Herzstück bilden dabei eindeutig die mitreißenden Gitarrenmelodien der Kokko-Brüder. Sehr sauber und leichtfüßig gespielt leiten sie dominant durch jedes Stück und drehen früher oder später immer wieder so ab, dass das Album von Energie nur so sprüht und der Musik von Kalmah dadurch sehr viel Farbe verliehen wird. Die Soli sind einfach beeindruckend verworren und überdreht, dass sie einen mehr als würdigen Melodic Metal abgeben, der so eingängig ist, dass er einem lange noch im Ohr bleibt. Eindeutiger Ohrwurm ist hier zum Beispiel der Abschlusssong „Sacramentum“.

Der Gesang bei Kalmah ist dafür aber mehr dem Death Metal angelehnt, der einen gewissen Ausgleich zu den hohen Gitarren- und Keyboardmelodien schafft und sie dadurch passend ergänzt. Die rauen Vocals verleihen dem Album dadurch zusätzlich eine noch dunklere Note als man sie vergleichsweise bei den Platten von Children Of Bodom findet.

Aber auch atmosphärischer Sound steht den Jungs von Kalmah gut zu Gesicht, wie man deutlich beim Anfang von „12 Gauge“ oder dem Intro „Rust Never Sleeps“ hören kann. Dieses steigert sich durch den Einsatz des Keyboards langsam innerhalb des Instrumentalen zu einem bedrohlichen Sound und leitet dadurch passend in das erste Lied über.

Die Keys sind bei dieser Band auch besonders dadurch interessant, dass sie zwar meist im Hintergrund bleiben, der Musik von Kalmah aber an einigen Stellen eine gewisse Black-Metal-Note verleihen. Diese macht innerhalb des melodischen Death Metals einen besonderen Reiz aus und lässt das Album noch viel vielschichtiger ausfallen, als man beim ersten Hören überhaupt wahrnimmt.  

Im Ganzen ist „12 Gauge“ aber eher ein Album für fröhliche als für schlechte Stimmung. Durch seine schnelle Tonabfolge wie auch dem bereits herausgestellten ausgeprägten Sinn für Melodien lädt es eindeutig zum Feiern und Bewegen ein. Da ändert auch der Sumpf nichts dran.

Ein besonderer Tipp ist diese Platte auf jeden Fall für Fans von Children Of Bodom, die sich gerade durch die ausgeprägten Gitarren auch bei diesen Finnen sehr wohl fühlen werden - wenn nicht sogar besser, denn Kalmah wirken im Vergleich authentischer und weniger albern als die finnischen Vorreiter des Melodic Death Metals. Die Frage, warum Kalmah in Deutschland bisher trotzdem noch nicht den richtigen Durchbruch geschafft haben, ist also mehr als berechtigt und die Tatsache völlig unverständlich. Es ist aber durchaus wahrscheinlich, dass dieses Album es schaffen wird, diese nervige Bagatelle endlich aus dem Weg zu räumen und dass die Band nach fast zwanzig Jahren Musikerfahrung dadurch schließlich das bekommt, was sie sich verdient hat.

comments powered by Disqus

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend