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Kali Yuga: Slaves To The Subliminal

Eine schlichtweg gute Platte
Wertung: 7/10
Genre: Metalcore, Swedish Death Metal
Spielzeit: 39:26
Release: 12.02.2011
Label: G.U.C.

Kali Yuga mag ein außergewöhnlich klingender Bandname sein, birgt aber nach meinem Recherchieren im weltweiten Netz dennoch die Gefahr, sich für die falsche Band zu entscheiden, gibt es doch sowohl in Frankreich, als auch in Singapur und Russland noch weitere Combos, die sich irgendwie zwischen Death und Black Metal befinden, mit eben diesem Namen. Hier soll es nun aber um die Todes-Thrash-Hardcoreler aus Thüringen gehen – der Fünfer entnimmt seine düsteren Gitarrenmelodien hauptsächlich dem schwedischen Death Metal, mischt eine Prise Thrash dazu und verpackt das Ganze in einen Metalcore-Panzer. Dass dabei ordentlich gegroovt wird, kann man sich wahrscheinlich vorstellen, trotzdem ist die Tracklist von „Slaves To The Subliminal“ für eine Debütscheibe erstaunlich ausgewogen.

Erfreulicherweise und entgegen der ersten Skepsis blökt sich Sänger Grützer nicht mit einer „Leck mich am Arsch“-Haltung durch sämtlich zehn Tracks, sondern variiert zwischen fast schwarzmetallischem Gekreische, tiefen Growls und kräftigen Shouts – so wird zumindest der gesangliche Aspekt nicht langweilig und Tracks wie „Dead Shall Reign“, das bereits auf der ersten gleichnamigen EP vor zwei Jahren erschien, belegen einmal mehr, dass sich hier talentierte Musiker zusammengefunden haben – Gitarren und Schlagzeug harmonieren perfekt, Grützer streut seine Brüller genau an den richtigen Stellen ein und für Mosher und Headbanger sind gleichermaßen Passagen zum Austoben dabei.

Passend zum Bandnamen, der sich auf das letzte dunkle Zeitalter der hinduistischen Kosmologie bezieht, startet die Platte düster-bedrohlich mit eingespieltem Gemurmel, gefolgt von schön breaklastigen Gitarren und Doublebass-Gewitter. Der Einstand gelingt dem Quintett auf Anhieb und spätestens im Refrain kann man im Drumming Parallelen zu Heaven Shall Burn erkennen, die sich aber beim Einsatz von Grützers massivem Organ direkt wieder verflüchtigen. Wer auf große Experimente wartet, hat hier natürlich verloren, aber die Jungs schaffen trotzdem eine dichte Atmosphäre, die nicht so schnell langweilig wird und immer für ordentlich Bewegung im Großhirn sorgt – zu verdanken ist das größtenteils dem virtuosen Zusammenspiel der Musiker. Bestes Beispiel hierfür ist „Fields Of War“, das zwar altbekannte Arrangements aufweist, aber druckvoll genug durch die Boxen kommt, um diese Tatsache zu kaschieren – was aber nicht heißen soll, dass die Produktion hier etwaige Diskrepanzen verschleiern soll. Im Gegenteil, hätten Kali Yuga ihre Scheibe in einem schimmligen Keller aufgenommen und selbst produziert, würden die Songs wahrscheinlich trotzdem besser wegkommen als bei vielen „professionellen“ Bands.

„Suicide“ schlägt dann ganz gewaltig in die Deathcore-Schiene und vor allem die höheren, fieseren Vocals können voll und ganz überzeugen. Auch der Titeltrack weiß sich noch mal ins Gedächtnis zu brennen, auch wenn einem die zwischendurch aufkreischende Gitarre und das galoppierende Schlagzeug so oder ähnlich schon des Öfteren in diversen Songs begegnet sind. Ein Fazit zu ziehen fällt hier dennoch verhältnismäßig leicht, denn „Slaves To The Subliminal“ ist ein durchweg gutes Album geworden, zu dem man sicherlich ordentlich abgehen kann. Einige Riffs beziehungsweise Passagen kommen einem direkt beim ersten Hören bekannt vor, aber Kali Yuga versehen das Meiste doch mit ihrem eigenen Stil. Dafür gibt’s gute sieben Punkte.

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