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Kali Yuga: Kali Yuga

Druckvoller und gewaltiger als die beiden Vorgänger
Wertung: 8,5/10
Genre: (Melodic) Death Metal
Spielzeit: 46:36
Release: 01.06.2015
Label: G.U.C.

Eine ganze Weile war es ruhig um die Thüringer mit dem Hang zum Hinduismus: Kali Yuga verdienten sich weiterhin ihre Brötchen auf den Festivalbühnen der Republik, von einer neuen Platte war lange keine Spur. Dabei konnten sich das Debüt „Slaves To The Subliminal“ und der gerade mal ein Jahr später erschienene Nachfolger „Wrath Of Durga“ mit einer soliden Punktzahl zwischen sieben und 7.5 Zählern einpendeln, im Gedächtnis geblieben war die Melo-Death-Formation ja eh schon wegen des Namens.

Selbst betitelt kommt nun also die dritte Scheibe daher, wie auch schon bei den letzten Alben gibt es wieder exakt zehn Songs auf die Ohren (ist das Absicht?), die im ersten Durchlauf erfreulich frisch und bissig daherkommen. Und wo manchen Bands dann nach einigen Runden der Saft ausgeht, da starten Kali Yuga diesmal erst richtig: War beim längeren Hören der beiden ersten Full-Length-Scheiben doch letztlich ein wenig Monotonie eingekehrt, erfüllt „Kali Yuga“ seinen Zweck, alles zu plätten, auch nach stundenlanger Dauerbeschallung.

Da wäre beispielsweise der Opener „God’s Gift“, der sich vorsichtig heranzutasten scheint, bereits nach nicht mal 15 Sekunden aber mit Sänger Grützer ein wahres Schlachtross ins Rennen schickt, das stimmlich erstmal alles platt walzt, was sich dem brachialen Sound in den Weg stellt. Von „melodic“ erstmal keine Spur, erst bei „The Gray Man“ mit seiner wunderbar einprägsamen Leadgitarre wird der Fuß ein bisschen vom Gas genommen, und einen geradezu epischen Lichtpunkt bietet das im Tracklist-Mittelfeld befindliche „Atrocity“ mit schwermütigem Metal-Gitarren-Intro. Schwermütig bleibt dann auch der Refrain, immer mehr Gänsehaut bildet sich im Verlauf des Songs, dabei ist der Track für Kali-Verhältnisse fast schon trübsinnig – mit ein bisschen mehr Gekreisch hätte hier auch gut eine schwarzmetallische Nummer bei rauskommen können.

Gewohnt straight auf die Zwölf ballert sich dann „Inside Agony“ durch die Lautsprechermembran, erst noch ein wenig midtempo-lastig, schließlich aber mit ordentlichem Blastbeat-Sturm, der Drummer Jean sicherlich einiges an Schweiß und Drumsticks gekostet haben dürfte. Ein brutaler Brecher, in dem Grützer einmal mehr grenzwertig genial klingt.

Überhaupt scheinen Kali Yuga ein paar Reserven zusammengekratzt zu haben, die bei den letzten beiden Alben übrig geblieben sind, denn „Kali Yuga“ kommt wesentlich bombastischer und dynamischer daher als die älteren Werke. Wenn die Herren auf diesem Weg bleiben, dürften sie bald auch über die Ländergrenzen hinweg bekannter werden. Zeit wird’s allemal.

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